Dätwyler mit solidem organischem Umsatzwachstum

Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2023 den Umsatz in einem anspruchsvollen Umfeld auf CHF 602.7 Mio. gesteigert. Währungs- und akquisitionsbereinigt entspricht dies einem soliden organischen Wachstum von 5.6%. Der fast vollständige Wegfall des margenstarken Covid-Geschäfts und der Lagerabbau bei den Kunden führten zu einer Unterauslastung in den jüngst erweiterten Werken. Das Betriebsergebnis (EBIT) und die EBIT-Marge gingen zurück auf CHF 60.5 Mio. respektive 10.0%. Die Wachstumstrends in den Märkten sind aber intakt, wie eine Vielzahl von aussichtsreichen neuen Projekten mit bestehenden und neuen Kunden in allen bearbeiteten Märkten zeigt.

Dätwyler war im ersten Halbjahr 2023 nach einem freundlichen Jahresbeginn mit einer sich abschwächenden Konjunktur und negativen externen Sondereffekten konfrontiert. Der fast vollständige Wegfall des Covid-Geschäfts sowie der Abbau von hohen Sicherheitslagern bei den Kunden in nahezu allen Branchen dämpften das Umsatzwachstum und führten zu einer Unterauslastung in den jüngst erweiterten Werken. Zudem wirkten sich die in 2023 höheren Energiekosten und die temporär ungünstige Entwicklung des Produktmix negativ auf die Marge aus. Dank den starken Marktpositionen und den anerkannten Kernkompetenzen gelang es Dätwyler, in allen bearbeiteten Märkten eine Vielzahl von aussichtsreichen neuen Projekten mit bestehenden und neuen Kunden zu gewinnen.

Organisches Umsatzwachstum von 5.6% dank nachhaltigen Preissteigerungen
Insgesamt steigerte Dätwyler den Umsatz im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11.3% auf CHF 602.7 Mio. (Vorjahr CHF 541.6 Mio.). Erstmals wurden die beiden im Vorjahr übernommenen Unternehmen QSR und Xinhui für sechs Monate berücksichtigt. Dies resultierte in einem positiven Akquisitionseffekt von CHF 55.0 Mio. oder 10.2%. Der starke Schweizer Franken führte zu einem deutlich negativen Währungseffekt von CHF 24.5 Mio. oder -4.5%. Entsprechend lag das organische Umsatzwachstum bei soliden 5.6%, inklusive einem nachhaltig positiven Preiseffekt von 4.7%. Auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) führten die höheren Personal- und Energiekosten und die ungenügende Kapazitätsauslastung zu einem Rückgang auf CHF 60.5 Mio. (Vorjahr CHF 72.5 Mio.). Die EBIT-Marge ging auf unbefriedigende 10.0% (Vorjahr 13.4%) zurück, wobei die Werte für Mai und Juni über dem Durchschnittswert der ersten Monate lagen. Aufgrund des tieferen EBIT und des wesentlich höheren Finanzaufwands reduzierte sich das Nettoergebnis auf CHF 32.1 Mio. (Vorjahr CHF 57.4 Mio.). Das Nettoergebnis pro Aktie belief sich auf CHF 1.89 (Vorjahr CHF 3.38). Auch die Gewinnzahlen wurden durch den starken Schweizer Franken deutlich negativ beeinflusst.

Wo sinnvoll hat Dätwyler mit Anpassungen der Kostenstrukturen und mit weiteren Preiserhöhungen auf Kundenseite dem Margendruck proaktiv entgegengewirkt. Gleichzeitig hat das Unternehmen aber seine Kapazitäten und Kompetenzen zur Akquisition und zur Umsetzung von neuen Kundenprojekten sowie zur Weiterentwicklung der Wachstums- und Innovationsprojekte aufrechterhalten und punktuell ausgebaut. Beispiele dafür sind die Erweiterung des Healthcare-Produktportfolios, neue Materialien und Produkte für Elektrofahrzeuge, elektroaktive Polymere oder weiche Trockenelektroden. Auch die Nachhaltigkeitsmassnahmen treibt Dätwyler als Wettbewerbsvorteil kontinuierlich voran. In der Berichtsperiode hat die global anerkannte Ratingagentur EcoVadis die Nachhaltigkeitsleistungen erstmals mit dem Goldstandard ausgezeichnet. Damit zählt Dätwyler zu den führenden 5% von mehr als 100’000 Unternehmen aus 175 Ländern, welche von EcoVadis jährlich bewertet werden. Zudem ist das ICT-Sicherheitsmanagementsystem neu nach ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert.

«Das laufende Jahr ist durch eine Kumulation von negativen externen Sondereffekten geprägt. Unser profitables Wachstumspotenzial ist aber aufgrund der Megatrends in unseren Märkten und der starken Projektpipeline in allen Geschäftseinheiten intakt. Sobald sich das Umfeld normalisiert, werden wir dank unseren vorgezogenen Investitionen von Skaleneffekten profitieren», sagt Dätwyler CEO Dirk Lambrecht.

Healthcare Solutions leidet überproportional unter dem Wegfall des Covid-Geschäfts
Die Business Area Healthcare Solutions vermochte den fast vollständigen Wegfall des Covid-Geschäfts durch das Wachstum des regulären Geschäfts (+4.7%) und durch die umgesetzten Preiserhöhungen (+5.9%) zu kompensieren. Dies, obwohl auch die Healthcare-Kunden umfangreiche Sicherheitslager abgebaut haben. Beim ausgewiesenen Umsatz ergab sich im Vergleich zur sehr starken Vorjahresperiode zwar ein Rückgang auf CHF 253.8 Mio. (Vorjahr CHF 265.7 Mio.). Währungs- und akquisitionsbereinigt entspricht dies aber einem leichten organischen Wachstum von 0.6%. Der Wegfall der margenstarken Covid-Komponenten führte zu einer Unterauslastung der jüngst erweiterten Werke und zu einer temporär ungünstigen Entwicklung des Produktmix. Als Folge gingen der EBIT auf CHF 39.8 Mio. (Vorjahr CHF 58.0 Mio.) und die EBIT-Marge auf 15.7% (Vorjahr 21.8%) zurück. Die Pandemie beeinflusst das Geschäft aber auch nachhaltig positiv. Der Druck auf die Lieferkette und ihre zukunftsweisenden Investitionen haben Dätwyler den Zugang zu allen wichtigen Pharmaunternehmen gesichert. Das Unternehmen arbeitet aktuell an einer Vielzahl neuer Projekte mit erheblichem künftigen Umsatzpotenzial. Mit der neu lancierten Filmbeschichtung UltraShield ist Dätwyler zudem der einzige Anbieter mit zwei Beschichtungstechnologien und kann ihren Kunden je nach Anwendung die optimale Lösung anbieten. Die Integration der 2022 übernommenen Xinhui verläuft nach Plan und stärkt die Position im schnell wachsenden Healthcare-Markt China. Insgesamt ist Dätwyler mit ihren vorgezogenen Investitionen für das mittelfristig prognostizierte Marktwachstum bestens positioniert. Sobald sich das Umfeld normalisiert, wird das Unternehmen von Skaleneffekten profitieren.

Industrial Solutions mit deutlicher EBIT-Steigerung
Die Business Area Industrial Solutions hat den Umsatz durch den erstmaligen Einbezug von QSR für sechs Monate um 25.9% auf CHF 351.8 Mio. (Vorjahr CHF 279.5 Mio.) gesteigert. Akquisitions- und währungsbereinigt belief sich das organische Wachstum auf 10.1%. Der positive Effekt der umgesetzten Preiserhöhungen betrug 3.8%. Der absolute EBIT lag mit CHF 20.7 Mio. deutlich höher als im Vorjahr (CHF 14.5 Mio.). Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge auf 5.9% (Vorjahr 5.2%). Trotz der langsamer als erwartet ausfallenden Wirtschaftserholung in China vermochte die Business Unit Mobility ihren Umsatz deutlich zu steigern. Durch die Stärkung der Präsenz in China mit lokalen Entwicklungsingenieuren konnte Dätwyler führende Elektrofahrzeughersteller als neue Kunden gewinnen. Die Projektpipeline entwickelt sich erfreulich und der Anteil von Projekten für Elektrofahrzeuge nimmt kontinuierlich zu. Zur optimalen Produktion des zukünftigen Mobility-Produktportfolios arbeitet Dätwyler an der Optimierung und Konsolidierung der Werke.

Die QSR-Integration verläuft im laufenden Jahr bisher gemäss Plan. Die umgesetzten Optimierungsmassnahmen zeigen Wirkung und sorgen für eine kontinuierliche Verbesserung der Marge. Die Cross-Selling-Projekte zwischen der neuen Business Unit Connectors und der Business Unit Mobility entwickeln sich erfreulich. Auch die Business Unit General Industry hat im ersten Halbjahr 2023 vielversprechende neue Projekte mit bestehenden und neuen Kunden akquiriert. Zudem wurde Dätwyler vom langjährigen Kunden Stihl zum Lieferanten des Jahres 2022 ausgezeichnet. Aufgrund des inflationären Umfelds und des Lagerabbaus bei den Kunden liegen die aktuellen Umsätze der Business Unit General Industry unter den Vorjahreswerten, insbesondere in Europa. Die Business Unit Food & Beverage ist in den ersten sechs Monaten einmal mehr sehr deutlich über dem Marktdurchschnitt gewachsen. Verschiebungen im Produktmix und vertragsgebundene höhere Elektrizitätskosten im Schweizer Werk limitieren allerdings 2023 das Margenpotenzial. Ein Teil der Mehrkosten kann durch kontinuierliche Optimierungen der Anlagen und der Prozesse kompensiert werden.

Ausblick Gesamtjahr 2023
Die einleitend erwähnten negativen externen Sondereffekte werden auch das zweite Halbjahr beeinflussen. So ist zum Beispiel die Personalkosteninflation weiterhin hoch. Das Risiko einer weiteren Abschwächung der Konjunktur und die Währungsentwicklung mahnen unverändert zur Vorsicht. Trotz positivem Einfluss der umgesetzten Preiserhöhungen und Optimierungsmassnahmen ist daher das kurzfristige Umsatz- und Margenpotenzial für Dätwyler im saisonal schwächeren zweiten Halbjahr begrenzt. Für das Gesamtjahr 2023 strebt das Unternehmen einen Umsatz um CHF 1’175 Mio. und eine EBIT-Marge um 11% an.

Intakte Wachstumstrends und starke strategische Positionen
Mittelfristig ist Dätwyler vom profitablen Wachstumspotenzial unverändert überzeugt und bestätigt die Mittelfristziele. Die Vielzahl von aussichtsreichen neuen Projekten mit bestehenden und neuen Kunden in allen bearbeiteten Märkten zeigt, dass die Wachstumstrends in den Märkten intakt sind. Mit einem klaren Fokus auf systemkritische Elastomerkomponenten leistet Dätwyler einen entscheidenden Beitrag zur Funktionalität und zur Qualität der Kundensysteme bei gleichzeitig sehr geringem Anteil an den Gesamtkosten dieser Systeme. Zudem verfügt das Unternehmen über starke strategische Positionen in attraktiven Märkten mit langfristigen Wachstumstrends und hohen Eintrittsbarrieren. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes generiert Dätwyler als strategischer A-Lieferant von globalen Markt- und Innovationsführern aus wenig zyklischen und langfristig wachsenden Märkten und Technologien wie Healthcare, Food &everage, Automatisierung und Elektrifizierung. Das Dätwyler Geschäftsmodell ermöglicht hohe Synergien und damit Wettbewerbsvorteile durch übergreifende Forschung und Entwicklung, Materialkompetenz und Lösungsdesign, durch einheitliche Produktions- und ITSysteme sowie durch zentrale Beschaffung von gleichartigen Rohmaterialien und Produktionsanlagen. Durch den vorgezogenen Ausbau der Produktionskapazitäten, insbesondere in den Bereichen Healthcare Solutions und Food & Beverage, ist das Unternehmen sehr gut positioniert, um die zukünftigen Wachstumschancen nutzen zu können, sobald der Lagerabbau durch die Kunden abgeschlossen ist und sich das Umfeld normalisiert. Dieses Wachstum wird fast ohne weitere Investitionen auskommen. Zudem fällt der negative Elektrizitätskosteneffekt im Schweizer Werk ab 2024 wieder weg, was die Marge der Business Unit Food & Beverage deutlich positiv beeinflussen wird. Die 2022 übernommenen Unternehmen QSR und Xinhui eröffnen Dätwyler zusätzliches Potenzial im neuen Produktsegment Connectors und im attraktiven Healthcare-Markt China.

Veröffentlichung Halbjahresbericht, Präsentation und Medienmitteilung 2023:
Montag, 24. Juli 2023, 06.00 Uhr
http://www.datwyler.com/…

 

Über die Dätwyler Holding AG

Dätwyler – führender Anbieter von hochwertigen, systemkritischen Elastomerkomponenten
In Milliarden von Spritzen und in jedem zweiten Auto auf der ganzen Welt leisten Dätwyler Komponenten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Patienten und Autofahrern. Das Hightech-Unternehmen fokussiert auf hochwertige, systemkritische Elastomerkomponenten und verfügt über führende Positionen in attraktiven globalen Märkten wie Healthcare, Mobility, Connectivity, General Industry und Food & Beverage. Dätwyler materialisiert Ideen für eine sicherere, intelligentere und nachhaltigere Welt. Dank anerkannten Kernkompetenzen bietet das Unternehmen seinen Kunden als Entwicklungspartner einen Mehrwert. Die strategischen Prioritäten profitables Wachstum, Nachhaltigkeit, Agilität und Digitalisierung machen Dätwyler zu einem attraktiven Partner für alle Anspruchsgruppen. Mit über 25 Produktionsstandorten auf vier Kontinenten, Verkäufen in über 100 Ländern und über 8‘000 Mitarbeitenden erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als CHF 1‘100 Mio. Dätwyler, mit Hauptsitz in der Schweiz, ist seit 1986 an der SIX Swiss Exchange kotiert (Valoren-Nr. 3048677).

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