Demonstrieren für die Rendite

Menschen mit Trillerpfeifen, Transparente mit der Aufschrift „Wir wollen faire Zinsen!“ – eigentlich müsste es dieses Bild auf den Straßen geben. Doch Demonstrationen von Kapitalanlegern sind unwahrscheinlich, das weiß auch Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). „Dabei gäbe es gute Gründe dafür“, sagt er und zieht eine Parallele zu Arbeitnehmern.

Denn diese protestieren regelmäßig während Tarifverhandlungen für mehr Lohn. Aktuell rechnet Wiechmann damit bei den Angestellten im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von 4,8 Prozent, und das sei sehr viel in Zeiten von Corona und leeren Kassen.

Dennoch seien die Forderungen nachvollziehbar: Damit die Arbeitnehmer nicht faktisch ärmer werden, müssten die Löhne der Inflation folgen, durchschnittlich rund 1,5 Prozent pro Jahr. Hinzu komme das reale Wirtschaftswachstum, im Schnitt 2,5 Prozent im Jahr, maßgeblich bewirkt durch die Arbeitnehmer: „Da ist es nur fair, dass sie auch an diesem Wohlstandszuwachs teilhaben“, sagt Wiechmann.


Dieselbe Rechnung muss aus seiner Sicht für Kapitalanleger gelten. Mit ihren Ersparnissen finanzierten sie Produktionsanlagen und letztlich Arbeitsplätze, aber: „Sie werden Jahr für Jahr ärmer, weil ihr Geld in Lebensversicherungen und auf Bankkonten auf Null-Zins-Diät ist.“ Massenproteste gab es bisher nicht, dabei werde es wohl bleiben. Also müssten sich Anleger selbst helfen, sagt der IAC-Geschäftsführer.

Am besten sei, sich an der Wirtschaft zu beteiligen und breit gestreut in Aktien zu investieren. „Über steigende Kurse profitiert man langfristig automatisch vom nominalen Wirtschaftswachstum bestehend aus Inflation und realem Wachstum“, erklärt Wiechmann. Hinzu komme die Dividende von im Schnitt rund drei Prozent pro Jahr. „Das ist deutlich besser, als für seine Zinsanlagen weiter ohne Murren und Streiken Nullrunden zu akzeptieren.“

Über die Itzehoer Aktien Club GbR

Gegründet 1998, ist der Itzehoer Aktien Club (www.iac.de) mittlerweile mit mehr als 3.000 eingetragenen Mitgliedern und einem Depotvolumen von mehr als 50 Millionen Euro der mit Abstand größte Aktienclub in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) ist die Förderung der Aktienkultur in Deutschland. Dazu bietet Deutschlands Aktienclub Nr. 1 seinen Mitgliedern neben der Möglichkeit einer Investition in den IAC-Clubfonds regelmäßige Informationen in Form von monatlichen Geldratgebern und Depotberichten sowie bundesweiten Börsen-Seminaren. Zudem profitieren die Mitglieder von exklusiven Zins-und Rabattkonditionen bei der Geldanlage. Zehn hauptberufliche Investment- und Anlageberater kümmern sich um die individuelle Betreuung der IAC-Mitglieder. Jedes Mitglied hat dabei einen persönlichen Ansprechpartner, der ihm bei der individuellen Vermögensplanung mit unabhängigem Rat und Tat zur Seite steht.

Der Itzehoer Aktien Club verfolgt im Gegensatz zu Hedgefonds und anderen Finanzmarktakteuren eine nachhaltige Anlagestrategie, bei der in echte Werte investiert wird. Der IAC versteht sich explizit nicht als Spekulant. Investiert wird ausschließlich in internationale Qualitätsaktien wie Microsoft oder Coca-Cola, bei denen langfristig die besten Rendite-Chancen bei begrenztem Risiko liegen. Seit der Gründung des Clubs im März 1998 blieb diese IAC-Strategie nicht nur von den hohen Verlusten am Neuen Markt verschont, sondern überstand auch die Finanzkrise 2007/2008 besser als über 90 Prozent aller Vergleichsfonds.

Die Geschäftsführung des IAC liegt bei der TOP Vermögensverwaltung AG, Viktoriastraße 13 in Itzehoe. Vorstände sind Jörg Wiechmann (Vorsitzender) und Reimund Michels. Der IAC bzw. die TOP AG wurden in den vergangenen Jahren zum besten unabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands gekürt.

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