WIG2 Institut begleitet mit Innovationszentrum ZING! ab sofort neue Ideen auf dem Weg in eine bessere Gesundheitsversorgung

Das „Zentrum für Innovation und Netzwerk im Gesundheitswesen“ – kurz ZING! – ist eine neue Initiative am WIG2 und stellt ab sofort die Verbindung zwischen innovativen Akteuren und etablierten Playern im Gesundheitssystem sowie den Forschungsleistungen des WIG2 Instituts her. Neben der wissenschaftlichen Begleitung von Startups und ihren vorrangig digitalen Gesundheitsangeboten vermittelt und initiiert das ZING! sektorenübergreifende Partnerschaften und identifiziert über innovative Eventformate neue Ideen für eine bessere Gesundheitsversorgung.

Innovationen beleben das Gesundheitswesen mit neuen Therapieformen, Kommunikationswegen oder Aufklärungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten. Ideengeber für solche Innovationen sind häufig Healthcare Startups. Doch auch etablierte Organisationen wie Krankenkassen sind auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um Versicherte besser oder bei gleicher Qualität kosteneffizienter versorgen zu können. Dabei stehen alle Akteure auf dem Weg in den (ersten) Gesundheitsmarkt teils großen Herausforderungen gegenüber, die beispielsweise finanziell oder regulatorisch begründet sein können. Mit dem neu initiierten Innovationszentrum ZING! wird das WIG2 Institut diesen Herausforderungen fortan mit einem umfangreichen Netzwerk, wissenschaftlichen Forschungsleistungen und innovativen Eventformaten begegnen.

Für Startups: Wissenschaftliche Nutzenbewertungen und Marktforschung


Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) bestätigte das Bundeskabinett jüngst den Vorstoß des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Startups ab Januar 2020 über einen „Short Track“ beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Weg in die Regelversorgung vereinfachen soll. Die „App auf Rezept“ wird in Deutschland damit erstmals Realität. Neben Grundanforderungen an Qualität, Sicherheit und Funktion müssen dafür jedoch zwingend auch positive Versorgungseffekte nachgewiesen werden. Das ZING! übernimmt als Innovationszentrum die Vermittlung zwischen den Anforderungen und Bedürfnissen der Startups und der wissenschaftlichen Expertise am WIG2 Institut. „Mit unserem jungen und zugleich erfahrenen Team verstehen wir die Herausforderungen der neuen Player sehr gut und können ihnen mit agilen und pragmatischen Forschungslösungen begegnen“, sagt Geschäftsführer Dr. Dennis Häckl.

Neben der Unterstützung bei wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die Bewertung des erzielten oder erwartbaren Nutzens von neuen Versorgungslösungen bietet das WIG2 Institut ebenfalls Ansätze für eine erfolgreiche Positionierung im Gesundheitsmarkt – u.a. mit einer breiten Datenbasis aus öffentlich verfügbaren Quellen oder von beteiligten Projektpartnern. Analytisch kann so identifiziert werden, in welchen Regionen, bei welchen Erkrankungsbildern, Patientengruppen oder mit welchen Partnern aus der GKV ein Markteintritt am erfolgversprechendsten ist. „Wir unterstützten Startups nicht nur mit den passenden Daten und Auswertungen für ihre Fragestellungen, sondern helfen ihnen auch dabei, sich mit interessierten Projektpartnern im Gesundheitswesen zu vernetzen“, so Martin Blaschka.

Für Unternehmen: Match-Making mit Startups und Begleitung von Gesundheitsinnovationen

Die Suche nach neuen Lösungen im Gesundheitssystem geht nicht nur von Startups aus, sondern treibt auch etablierte Player wie Krankenversicherungen oder Unternehmen der Gesundheitswirtschaft an. Letztere benötigen regelmäßige Innovationen, um versorgungsbezogenen und wettbewerblichen Herausforderungen aktiv und nachhaltig begegnen zu können. Das ZING! unterstützt dafür beide Seiten im Sinne einer Symbiose, um passende Partnerschaften für neue Lösungen mit einem nachgewiesenen Nutzen für das Gesundheitssystem zu erschließen. Dadurch können die teils hohen Transaktionskosten bei der Auswahl von passenden Partnern, die mit den eigenen Vorstellungen und Zielen zusammenpassen, reduziert werden.

Bei gemeinsam identifizierten Impulsen oder initiierten Kooperationsprojekten begleitet das ZING! Krankenkassen und Unternehmen über einen agilen – und zugleich durch das WIG2 Institut evidenzgetriebenen – Innovationsprozess von der Idee bis zur Umsetzung. „Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen kennen wir die unterschiedlichen Bedürfnisse der beteiligten Akteure im Gesundheitssystem“, so Dr. Dennis Häckl. „Wir wissen um ihre individuellen Anforderungen, wie man ihnen begegnen kann und welche Partner zusätzlich einbezogenen werden sollten, um schnell und zielsicher zu strategischen Entscheidungen und zur Umsetzung von Innovationsvorhaben zu gelangen.“

Innovative Veranstaltungsformate

Neue Ideen können nur im richtigen Umfeld gedeihen und benötigen hierzu häufig einen initialen Impuls. Um Ideengebern wie Startups oder angehenden Gründern sowie potentiellen Partnern dafür die passenden Formate bieten zu können, organisiert das ZING! regelmäßige Innovationsveranstaltungen. Junge Innovatoren können sich hierüber untereinander sowie mit interessierten, etablierten Akteuren themenspezifisch vernetzen. So ist es unter anderem Ziel des jährlich im Januar ausgerichteten HEALTH INSURANCE HACK im Hackathon-Format, gemeinsam mit Krankenkassen und motivierten Innovatoren, neue Lösungen für praktische Fragestellungen der Gesundheitsversorgung zu erarbeiten und prototypisch umzusetzen. Je nach konkreter Zielstellung der Interessenten setzt das ZING! neben Hackathons auch Konferenzen, Workshops, World Cafés und Speed-Datings für und mit verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen um – auch inhouse.   

Dr. Dennis Häckl: „Wir freuen uns, unsere wissenschaftlichen Erfahrungen am WIG2 zusammen mit unserem Netzwerk an Partnern aus Krankenkassen, Institutionen und Wirtschaft ab sofort auch für Startups zuschneiden zu können. Unsere Initiative ‚ZING!‘ sehen wir als wichtigen Beitrag dafür, dass Wissenschaft, Innovation und Versorgungspraxis zukünftig verstärkt Hand in Hand gehen können.“

Über die WIG2 GmbH

WIG2 ist ein unabhängiges und wissenschaftliches Forschungsinstitut mit dem Ziel, Transparenz bei der Ausgestaltung und Finanzierung des Gesundheitssystems zu schaffen. Auf der Grundlage von aktuellen wissenschaftlichen Methoden und fachlicher Expertise leisten wir einen Beitrag dafür, dass die knappen zur Verfügung stehenden Mittel nutzenstiftend und effizient verteilt werden, sodass die Gesundheitsversorgung stetig verbessert wird. Unter diesen Maßgaben forschen 28 Mitarbeiter in Leipzig, Dresden und Berlin zu gesundheitsökonomischen und versorgungstechnischen Fragestellungen, beraten Akteure der Gesundheitswirtschaft und führen Veranstaltungen durch.

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