Zulieferer ernähren sich von der Auftragssubstanz

Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferer sieht sich zum Auftakt des zweiten Quartals 2023 mit einer zwiespältigen Entwicklung konfrontiert. Damit einher ging eine Abschwächung von 5,2 auf 4,0 Punkten. Ursache ist die Bewertung der aktuellen Lage. Sie befindet sich mit 13,5 Punkten auf dem tiefsten Wert seit zwei Jahren. Ob der positive Trend der Monate zuvor gebrochen ist, wird sich wohl erst im Mai, dem traditionell starken Ordermonat zeigen. Aktuell zehren die Zulieferer deutlich von ihren Auftragsreserven. Positive Impulse aus den Hauptkundenbereichen sind eher zögerlich. Der Auftragsbestand im Fahrzeugbau schmilzt langsam ab. Neue stabile Nachfragereaktionen des Marktes bleiben noch aus. Damit einher geht eine Seitwärtsbewegung der Zulieferererwartungen. Auf Sicht von sechs Monaten liegt der Saldo von Optimisten und Skeptikern noch mit 5 Prozentpunkten im negativen Bereich. Die stabilen Signale der deutschen Zulieferer und des verarbeitenden Gewerbes als Ganzes sind im März vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten besonders wichtig. Für Verunsicherung sorgt unverändert auch die Hängepartie bei den Entscheidungen bzgl. eines wettbewerbsfähigen Industriestrompreises. Hier machen mittlerweile einzelne Fraktionen auch aus der Ampelkoalition Druck. Umso unverständlicher sind die fehlenden Signale aus dem Bundeswirtschaftsministerium. „Vom Reden ins doing kommen“, Wahlmotto bei der Eröffnung der Hannover Messe, muss Richtschnur werden!

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab. Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter www.argez.de zur Verfügung.

Über die ArGeZ:
Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine Interessengemeinschaft, die rund 9.000 – vornehmlich mittelständisch geprägte – Zulieferunternehmen mit rund einer Million Beschäftigte und einem Umsatzvolumen von 218 Milliarden Euro vertritt. Sie wird getragen von sieben Wirtschaftsverbänden:
– WirtschaftsVereinigung Metalle e.V., Berlin | www.wvmetalle.de
– Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V. (BDG), Düsseldorf | www.bdguss.de
– Aluminium Deutschland e. V., Düsseldorf | www.aluinfo.de
– Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk), Frankfurt a.M. | www.wdk.de
– Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), Frankfurt a.M. | www.tecpart.de
– WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf/Hagen | www.wsm-net.de
– Industrieverband Veredlung-Garne-Gewebe- Technische Textilien, Frankfurt | www.ivgt.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.argez.de.

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