Turbo für die Karriere

Gleich 21 Handwerksgesellen aus der Region Stuttgart sind die Besten ihres Fachs im ganzen Land. Als Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks PLW „Profis leisten was“ haben sie sich jetzt für den Bundeswettbewerb qualifiziert.  Die Bandbreite der Ausbildungsberufe reicht von der Bestattungsfachkraft über den Gerüstbauer bis zum Weintechnologen.

Die erfolgreichen Gesellen des diesjährigen Prüfungsjahrgangs haben sich beim Leistungswettbewerb gemessen und nach dem Kammersieg den Landessieg geholt. Von den 84 Landessiegern stammen 21 junge Gesellen, davon acht Frauen, aus der Region Stuttgart. Sie haben in ihren Gewerken aufgrund ihrer guten Noten oder herausragenden Arbeitsproben – wie beispielsweise bei den Berufen Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk oder Glaser/in – am besten abgeschnitten. Fortan können sie sich nicht nur Kammersieger, sondern auch Landessieger nennen.  


„Die Feier muss dieses Jahr Corona-bedingt ausfallen, nicht aber die Würdigung der großartigen Leistungen des Handwerksnachwuchses“, betont Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Im Rahmen des Wettbewerbs konnten sich Handwerksgesellen mit ihrer hochqualifizierten Ausbildung eine hervorragende Grundlage schaffen, um in ihrem Gewerk und in ihrer Karriere beruflich weiter voranzukommen. „Wir haben aus den vergangenen Jahren sehr viele positive Beispiele, wie ein Kammersieg, ein Landessieg und bei einigen sogar der Bundessieg die Karriere beflügelt haben.“ Viele von ihnen würden die Meisterschule besuchen und den Meistertitel erwerben und sich zu gefragten Führungskräften entwickeln, einige leiten schon in jungen Jahren die eigene Firma. „Während Schulfreunde noch an der Uni sitzen, nehmen motivierte Handwerker auf dem Chefsessel Platz.“ 

Im Rahmen des Wettbewerbs bezeichnete Kammerchef Thomas Hoefling die Sieger als die „besten Nachwuchstalente Baden-Württembergs in ihrer Branche“. Sie seien vorbildliche Botschafter für das positive Image des Handwerks. Um so weit zu kommen, müsse man viel Talent und Motivation mitbringen, zum anderen brauche es auch herausragende Ausbildungsbetriebe, die entsprechendes Wissen vermitteln können. „Das alles spricht für die Qualität im Handwerk“, erklärt Hoefling. Im Übrigen solle der Wettbewerb auch Schulabgängern und Berufsanfängern als Anreiz und Motivationsschub dienen. „Wer im Handwerk weit kommen will, muss durchstarten und mit Leistung überzeugen.“

Gleich zweimal freuen dürfen sich drei Kammersieger. Sie erhalten den Förderpreis des Rotary Clubs Stuttgart. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro werden besonders begabte und motivierte Handwerker unterstützt. Die Schecks gehen an Julian Rupp, Fleischer aus Sulzbach an der Murr, Josephine Ellwein, Fahrzeuglackiererin aus Vaihingen/Enz und Fabian Sieber, Metallbauer aus Gäufelden.

Zum Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks, den es seit 1951 gibt, werden die Nachwuchshandwerker mit dem jeweils besten Ergebnis in der praktischen Gesellenprüfung nominiert. Anhand der Prüfungsergebnisse oder in eigenen Wettbewerben werden die Besten des jeweiligen Gewerks ermittelt, die dann auch auf Landes- und Bundesebene gegeneinander antreten. In einigen Gewerken wird außerdem der Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk“ ausgetragen, in dem besondere Gestaltungsideen prämiert werden.

Die Liste der Landessieger sowie der Zweit- und Drittplatzierten finden Sie im Anhang oder hier: www.hwk-stuttgart.de/plw

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