VWI: „Großbritannien verwettet Jobs und Wohlstand“

In Großbritannien ist Wetten ein Volkssport, dem alle gesellschaftlichen Schichten frönen. Mit einer Reihe politischer Wetten hält das Land nun seit mehr als zwei Jahren einen ganzen Kontinent in Atem: Welches Brexit-Datum wird letztlich greifen? Wie werden die Rahmenbedingungen aussehen? Oder gibt es doch noch eine Entscheidung zum Rücktritt vom Austritt?

„Großbritannien verwettet Jobs und Wohlstand – und das nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern in ganz Europa“, sagt Axel Haas, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI). Besonders die bislang ergebnislose Pendeldiplomatie von Regierungschefin Theresa May sorgt beim VWI für Unverständnis. „Grundsätzlich ist ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU zu bedauern“, so Axel Haas. „Aber die Hängepartie, von der die Zukunft vieler Millionen Menschen abhängt, ist nicht akzeptabel. Es scheint, als hätten die Verantwortlichen den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt.“ Seit zwei Jahren müssten Unternehmen in Großbritannien und der EU sowie viele Beschäftigte und Studierende damit leben, dass ihnen am Brexit-Tag in vielen Bereichen der Boden unter den Füßen weggezogen werde. Und obwohl dieser Tag immer näher rücke, wisse niemand, welches Fundament sie danach tragen solle.

„Die Blockadehaltung des britischen Parlaments ist mehr als fahrlässig“, so Haas. „Die Zeit politischer Spielchen ist vorbei. Die Wirtschaft, die Beschäftigten und ihre Familien, die Studierenden und auch alle anderen Menschen in Großbritannien und der EU brauchen endlich Klarheit.


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Der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure e.V. (VWI) wurde 1932 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Mit dem Ziel, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen in interdisziplinären Tätigkeitsfeldern zu fördern, hat sich der VWI als führender Verband des Wirtschaftsingenieurwesens etabliert und zählt mittlerweile über 6000 Mitglieder – Tendenz steigend.

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