Chefinnen gesucht – zwei Erfolgsgeschichten aus dem Bäcker- und Kfz-Handwerk

Die Potenziale der gut qualifizierten Frauen müssen für die Unternehmensnachfolge aufgeschlossen werden – das ist die zentrale Intention des Nationalen Aktionstags, der am 21. Juni unter dem Motto „Nachfolge ist weibliche“ deutschlandweit stattfindet. Die Handwerkskammer Region Stuttgart wird am Aktionstag neben einer Telefonaktion und einem Beratungsangebot ein Webinar anbieten. Hier gibt es Tipps von Frauen für Frauen. Übernehmerinnen und Expertinnen berichten aus ihrer eigenen Erfahrung und kennen die Antworten aus der Praxis.

„Wir haben im Handwerk viele Unternehmer Anfang  oder Mitte sechzig“, erklärt Gabriele Hanisch, Teamleiterin Unternehmensservice bei der Stuttgarter Handwerkskammer. Über 5.000 Handwerksbetriebe stehen bis 2020 in der Region zur Nachfolge an. „Unser Ziel ist es, gut qualifizierte Frauen für die Übernahme eines Handwerksbetriebs zu motivieren. Denn die Selbstständigkeit ist eine interessante Option im Berufsleben, die oft nur im Hintergrund mitschwingt“, bringt sie die Gründe für den Aktionstag auf den Punkt. Weiterhin sind weibliche Gründerinnen im Handwerk unterrepräsentiert. Von den über 20.000 Einzelunternehmen im Handwerk in Region Stuttgart werden etwa ein Viertel von Frauen geführt. Gerade in frauenuntypischen Berufen würden mögliche Nachfolgerinnen zu oft nicht in Betracht gezogen. Gabriele Hanisch: "Das würden wir gerne beeinflussen, weil wir wissen, dass qualifizierte Frauen hervorragende Unternehmerinnen sind. Wir wollen die Übergabefamilien für die Potentiale ihrer Töchter und Mitarbeiterinnen sensibilisieren." Die derzeit hervorragende wirtschaftliche Lage biete zudem beste Startbedingungen.

„Niemand wird als Chef geboren“

Stefanie Sailer-Puritscher aus Stuttgart führt mit ihren Geschwistern den Familienbetrieb Bäckerei Konditorei Sailer. Eine hochwertige Qualifikation war ihr Grundstock für den Einstieg in den Beruf. So kamen zur Ausbildung als Bäckerei-Fachverkäuferin noch ein BWL-Studium und zahlreiche Stationen in anderen Bäckereien hinzu. Auf dem Weg zum Chefsessel war das Sammeln von Erfahrungen für die Mutter von zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren wichtig: „Man wird nicht als Chef geboren, man muss das lernen und in die Rolle hineinwachsen.“ Daraus erwachse dann die Anerkennung im Betrieb. Die Mitarbeiter merken schnell, dass die Chefin weiß, wovon sie spricht. Dennoch sei Durchsetzungsvermögen sehr wichtig – das müsse „Frau“ tagtäglich beweisen.

„Meine Kundinnen fühlen sich von mir verstanden“

Seit 21 Jahren arbeitet Petra Puppenberger im elterlichen Autohaus in Kirchheim/Teck – jetzt steht die Übernahme an. „Ich weiß, was nun auf mich zukommen wird – aber ich bin richtig gut reingewachsen in dieses Metier“, betont die Automobilkauffrau und Betriebswirtin. Für die Technik stehe ein guter Mitarbeiterstamm zur Verfügung. Büro und Kundenbetreuung laufen ihr zwischenzeitlich gut von der Hand. „Das fällt vor allem unseren Kundinnen auf. Die wissen, dass ich mich als Frau in ihre Denke reinversetzen kann und wollen gerne von mir bedient werden.“ Als eine Herausforderung bezeichnet Puppenberger den Spagat zwischen Betrieb und Familie. „Das ist und bleibt ein schwieriges Thema. Wenn alle zusammenstehen ist das aber machbar.“

Programm der Handwerkskammer zum Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“ am 21. Juni

Expertinnen-Telefon ab 10:00 Uhr

Service-Telefonnummer 0711 1657-270

Persönliche Beratung von 13 bis 16 Uhr, Telefonische Anmeldung 0711 1657-270

Webinar, 15:00 bis 16:00 Uhr, mit Coach Katja Hofmann von KMU – kreative Marketingunterstützung, und Buchbinder-Meisterin Meike Lehmann, die vor 12 Jahren eine Buchbinderei in Stuttgart übernommen hat.

Anmeldung: http://www.hwk-stuttgart.de/nachfolgerinnen

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