Für IT-Leiter stellt sich damit weniger die Frage, ob Krankenhäuser KI einsetzen, sondern wie sie diesen Einsatz kontrolliert, sicher und langfristig tragfähig gestalten. Dabei adressieren KI-Anwendungen unterschiedliche Ebenen des Krankenhausbetriebs, die alle im Zuständigkeitsbereich des IT-Leiters bzw. der IT-Abteilung liegen.
Die folgenden Nutzen lassen sich klar voneinander abgrenzen.
Nutzen für medizinische Fachabteilungen
- Verbesserte Diagnoseunterstützung
KI-Systeme analysieren große Datenmengen und erkennen Muster, die Menschen nur eingeschränkt oder verzögert erfassen. Das kann Diagnosen beschleunigen und ihre Genauigkeit erhöhen.
- Bildanalyse in Radiologie und Pathologie
In bildgebenden Verfahren unterstützt KI bei der Erkennung von Auffälligkeiten wie Tumoren, Läsionen oder strukturellen Veränderungen. Sie dient dabei als Zweitmeinung und nicht als Ersatz medizinischer Entscheidungen.
- Unterstützung klinischer Entscheidungen
KI kann medizinisches Personal mit evidenzbasierten Hinweisen versorgen, die auf aktuellen Studien und klinischen Daten beruhen. Die Verantwortung bleibt dabei stets beim behandelnden Arzt.
Nutzen für Organisation und IT
- Effizienzgewinne durch Automatisierung
KI automatisiert wiederkehrende Aufgaben wie Dokumentation, Voranalyse von Labordaten oder Termin-Priorisierungen. Das reduziert manuellen Aufwand und entlastet Fachpersonal.
- Optimierung von Patientenströmen und Ressourcen
KI-gestützte Prognosen unterstützen Belegungsmanagement, OP-Planung und Kapazitätssteuerung. Das verbessert die Auslastung und erhöht die Transparenz im Betrieb.
Nutzen für Forschung und Entwicklung
- Schnellere Auswertung großer Datenbestände
KI beschleunigt die Analyse klinischer Daten und unterstützt die Durchführung von Studien. Krankenhäuser können so neue Erkenntnisse gewinnen und Forschungsprojekte effizienter umsetzen.
Welche Risiken müssen IT-Leiter beim Einsatz von KI im Krankenhaus steuern?
Neben den erwarteten Vorteilen bringt die Einführung von KI im Krankenhaus erhebliche Risiken mit sich. Diese Risiken betreffen vor allem die Bereiche IT und Organisation sowie die Umsetzung des geltenden Rechts. Sie erfordern ein strukturiertes Management.
- Datenschutz und Informationssicherheit
KI-Systeme verarbeiten hochsensible Patientendaten. IT-Abteilungen müssen sicherstellen, dass alle Lösungen den Anforderungen der DSGVO entsprechen und technische Schutzmaßnahmen konsequent umsetzen. Datenlecks oder Angriffe auf KI-Systeme hätten direkte rechtliche und reputative Folgen.
- Abhängigkeit von externen Plattformen und Cloud-Diensten
Viele KI-Lösungen basieren auf externen Cloud-Infrastrukturen oder APIs. Dadurch entstehen zusätzliche Abhängigkeiten von Drittanbietern. IT-Leiter müssen klären, wo Daten verarbeitet werden, wer Zugriff erhält und wie sich Ausfälle oder Sicherheitsvorfälle auswirken.
- Rechtliche und ethische Fragestellungen
Die Haftung bei Fehlentscheidungen, die durch KI beeinflusst werden, ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Gleichzeitig stellen sich ethische Fragen zur Rolle automatisierter Systeme in kritischen medizinischen Situationen. Diese Aspekte betreffen nicht nur die Medizin, sondern auch die IT-Governance und die Compliance.
- Integration in bestehende IT-Systeme
KI-Lösungen müssen sich in KIS, RIS, PACS und weitere Systeme integrieren lassen. Fehlende Schnittstellen, proprietäre Datenformate oder unklare Betriebsmodelle erhöhen den Implementierungsaufwand und die langfristigen Betriebskosten.
- Fehlende Schulung und unklare Verantwortlichkeiten
Ohne klare Schulungskonzepte besteht die Gefahr, dass Anwender KI-Ergebnisse falsch interpretieren oder Systeme unsachgemäß nutzen. Ebenso kritisch sind unklare Rollen zwischen IT, Medizin und Management.
Strukturierter Umgang mit KI: ein Managementansatz für Krankenhäuser
Um Nutzen und Risiken in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen, benötigen Krankenhäuser einen systematischen Ansatz für den Umgang mit KI. Ein KI-Managementsystem (KIMS) schafft dafür einen geeigneten Rahmen. Es unterstützt unter anderem bei:
- der strukturierten Bewertung von KI-Anfragen aus den Fachabteilungen
- der Risikoanalyse aus Sicht von IT-Sicherheit, Informationssicherheit, Datenschutz und Betrieb
- der Definition von Governance-, Betriebs- und Schulungskonzepten
- regelmäßigen Sicherheitsbewertungen und Audits
Ein solcher Ansatz entlastet die IT-Abteilung maßgeblich und erhöht gleichzeitig Transparenz und Entscheidungssicherheit.
Unterstützung bei der Einführung von KI im Krankenhaus: der externe KI-Beauftragte
KI-Projekte im Krankenhaus verlangen fundiertes Wissen an der Schnittstelle von IT, Medizin und rechtlichen Vorgaben. Ein externer KI-Beauftragter unterstützt die IT gezielt: Er prüft Anfragen, ordnet Risiken ein und liefert eine tragfähige Entscheidungsgrundlage. Konkrete Beispiele aus realen Krankenhausprojekten zeigen, dass dieser Ansatz sowohl die IT deutlich entlastet als auch lösungsorientierte Resultate ermöglicht. Qualifizierte Mitarbeiter der Adiccon verfügen bereits über entsprechende Erfahrungen und übernehmen die Funktion des externen KI-Beauftragten.
Der Name Adiccon steht für "Advanced IT & Communications Consulting". Adiccon – seit 2005 erfolgreich am Markt – bietet Hersteller- und Lösungs-unabhängige Beratungs- und Dienstleistungen beim Einsatz der Informations- und Telekommunikationstechnologie für Großanwender, Mittelstand sowie für das Gesundheitswesen.
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