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	<title>Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin), Autor bei Presse-Wissen</title>
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		<title>DIW Konjunkturbarometer Mai: Drastischer Einbruch im zweiten Quartal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2020 08:45:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fällt im Mai auf einen neuen Tiefststand von 20 Punkten. Im April hatte der Wert für das zweite Quartal immerhin noch bei knapp 37 Punkten gelegen. Angesichts der bis in den Mai verordneten Lockdown-Maßnahmen dürfte die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um mehr als zehn Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr einbrechen. Im Zuge der teilweisen Lockerungen nimmt die Wirtschaft zwar wohl wieder etwas Fahrt auf. Dies zeigt auch die jüngste Aufhellung der Geschäftserwartungen der Unternehmen. „Der Einbruch ist aber drastisch und eine vollständige Erholung wird sehr lange auf sich warten lassen“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Das Auslandsgeschäft dürfte angesichts der weltweit verheerenden Folgen der Corona-Pandemie wegbrechen und die Nachfrage vor allem nach Investitionsgütern schwach bleiben. Das trifft die stark auf solche Güter ausgerichtete deutsche Volkswirtschaft in besonderem Maße.“</p>
<p>Die Maßnahmen werden nur allmählich zurückgenommen, vielerorts bleiben die Kapazitäten beschränkt, um den Hygieneanforderungen zu genügen. Zudem ändern die Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Verhalten, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. „Dass Betriebe und Dienstleister Stück für Stück zum Normalbetrieb zurückkehren, ist das eine – dass Produkte und Dienstleistungen aber wieder so nachgefragt sind wie vor Ausbruch der Pandemie, ist etwas ganz anderes“, sagt Simon Junker, Experte für die Konjunktur in Deutschland. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher seien verunsichert und würden sich mit größeren Anschaffungen zurückhalten – zumal nicht wenige Menschen Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, weil sie etwa in Kurzarbeit oder arbeitslos sind. Die Politik stabilisiert – gerade auch im internationalen Vergleich – die Einkommen der privaten Haushalte und Unternehmen und damit die Binnenwirtschaft. Die deutsche Exportwirtschaft dürfte dagegen unter der in vielen Ländern deutlich steigenden Arbeitslosigkeit und den weltweit eingetrübten Investitionsplänen leiden.</p></div>
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		<title>Abhängigkeit von Banken und EU-Staaten ist nach wie vor sehr hoch</title>
		<link>https://www.presse-wissen.de/2020/04/08/abhaengigkeit-von-banken-und-eu-staaten-ist-nach-wie-vor-sehr-hoch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2020 07:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Banken haben noch immer einen Anreiz, vor allem Staatsanleihen ihres Heimatlandes zu kaufen –Sogenannter Home Bias hat sich daher in vielen EU-Ländern kaum zurückgebildet – <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.presse-wissen.de/2020/04/08/abhaengigkeit-von-banken-und-eu-staaten-ist-nach-wie-vor-sehr-hoch/" title="Abhängigkeit von Banken und EU-Staaten ist nach wie vor sehr hoch" data-wpel-link="internal">[...]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-wissen.de/2020/04/08/abhaengigkeit-von-banken-und-eu-staaten-ist-nach-wie-vor-sehr-hoch/" data-wpel-link="internal">Abhängigkeit von Banken und EU-Staaten ist nach wie vor sehr hoch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-wissen.de" data-wpel-link="internal">Presse-Wissen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Banken haben noch immer einen Anreiz, vor allem Staatsanleihen ihres Heimatlandes zu kaufen –Sogenannter Home Bias hat sich daher in vielen EU-Ländern kaum zurückgebildet – Sollten Banken verpflichtet werden, Staatstitel mit Eigenkapital zu hinterlegen, würde sich Problem der geringen Streuung in den Anleiheportfolios sogar noch verschärfen – Neue Form von Staatsanleihen könnte Abhilfe schaffen</b></p>
<p>Wenn Staaten und Banken zu abhängig voneinander sind, leidet die Stabilität des gesamten Finanzsystems. Das war eine Lehre aus der Finanz- und Staatsschuldenkrise im Euroraum, die vor gut zehn Jahren begann. Wie eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt, ist es jedoch noch immer nicht gelungen, die ungünstige Verbindung von Banken und Staaten zu reduzieren: Viele europäische Banken tendieren nach wie vor dazu, vorwiegend ihrem Heimatland Geld zu leihen, sprich dessen Staatsanleihen zu kaufen.</p>
<p>„Je stärker Staat und inländische Banken verquickt sind, desto geringer ist die Widerstandsfähigkeit des einen in der Krise des anderen.“ Dorothea Schäfer</p>
<p>Nimmt man den Anteil des deutschen Bruttoinlandsprodukts an der gesamten Wirtschaftsleistung der Europäischen Union als Maßstab, haben deutsche Banken anteilig fast drei Mal mehr deutsche Staatsanleihen in ihren Büchern. Und damit weist Deutschland im europäischen Vergleich sogar noch den geringsten sogenannten Home Bias auf, wie dieses Phänomen genannt wird. In kleineren EU-Ländern wie Bulgarien, Slowenien und Zypern übersteigt der Anteil der heimischen Staatsanleihen in den Bankenportfolios den Anteil des Heimatlandes der Bank an der EU-Wirtschaftsleistung um mehrere hundert Male. In Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden liegt der Wert immerhin unter zehn.</p>
<p>„Je stärker Staat und inländische Banken verquickt sind, desto geringer ist die Widerstandsfähigkeit des einen in der Krise des anderen“, beschreibt Dorothea Schäfer, Forschungsdirektorin für Finanzmärkte am DIW Berlin, das Problem. Insolvenzgefährdete Banken schränken ihre Kreditvergabe ein, die Wirtschaft schrumpft und die Staatseinnahmen brechen weg. In der großen Finanzkrise im Anschluss an die Lehman-Insolvenz im Jahr 2008 haben riesige staatliche Rettungspakete für die heimischen Banken auch die Ausgaben der Staaten stark in die Höhe getrieben, weshalb die Solvenz mancher EU-Mitgliedstaaten in Frage stand. Das lässt den Kurs der Staatsanleihen sinken, was wiederum das Problem der Banken verschärft. „Aus diesem Teufelskreis kommt man nur schwer wieder heraus“, so Schäfer.</p>
<p>Immenser Kapitalbedarf vor allem bei italienischen und spanischen Banken</p>
<p>Als eine Möglichkeit, das Problem zu entschärfen, betrachten viele Akteure eine Kapitalunterlegungspflicht für Staatsanleihen. Bisher müssen Banken für Staatsanleihen, die sie in ihren Wertpapierbeständen halten, kein Eigenkapital als Risikovorsorge hinterlegen – Staatspapiere werden regulatorisch quasi als risikolos betrachtet, was sie de facto natürlich nicht sind. Dies zu ändern, hat sich im vergangenen Jahr auch das Bundesfinanzministerium auf die Fahnen geschrieben und eine Risikogewichtung von Staatsanleihen in Bankbilanzen mit der Einführung der europäischen Einlagenversicherung als dritter Säule der Bankenunion verknüpft.</p>
<p>Wie weitergehende Berechnungen von Dorothea Schäfer zeigen, für die sie unter anderem Daten aus den europaweiten Untersuchungen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) zur Transparenz der Bankbilanzen verwendet hat, wäre das jedoch nicht unproblematisch: Erstens wäre eine solche Reform für viele Banken mit einem erheblichen Kapitalbedarf verbunden, insbesondere in Italien und Spanien. Die dortigen Kreditinstitute hätten in Anbetracht ihres Staatsanleiheportfolios des Jahres 2018 insgesamt 9,6 beziehungsweise 6,4 Milliarden Euro zusätzlich gebraucht. Sie wären praktisch gezwungen, für Staatsanleihen höhere Zinsen zu verlangen, was wiederum die Finanzierungskosten der Staaten in die Höhe treiben würde.</p>
<p>Hinzu käme zweitens, dass der Home Bias in einzelnen EU-Staaten sogar noch zunehmen würde. Da Banken die Anleihen von Staaten, denen die Ratingagenturen eine hohe Kreditwürdigkeit bescheinigen, auch künftig nicht mit Kapital unterlegen müssten, andere aber schon, stiege der Anreiz beispielsweise für den Kauf von Bundesanleihen durch deutsche Banken sogar noch.</p>
<p>Neuer diversifizierter Staatsanleihetyp könnte Home Bias reduzieren und Euroraum stabil halten</p>
<p>„Aus diesen Gründen ist es dringend notwendig, andere Wege zu beschreiten, um die Verquickung zwischen Banken und Staat zu reduzieren“, so Schäfer. Ein gänzlich neuer, aber wahrscheinlich auch sehr effektiver Weg zur Reduzierung des Home Bias wären sogenannte Sovereign Bond-Backed Securities (SBBS): Diese würden bereits ausgegebene Staatsanleihen der Euroländer bündeln und damit einen neuen diversifizierten Staatsanleihetyp generieren, der ein vergleichsweise sehr sicheres Wertpapier wäre. So könnte der Home Bias der Banken reduziert werden und gleichzeitig die Kapitalunterlegung für Staatsanleihen eingeführt werden, ohne die Stabilität des Euroraums zu gefährden.</p>
<p>Auch in der aktuellen Corona-Krise könnten solche Anleihen ein Instrument zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen sein – zumal die neuen Schulden, die viele Staaten zur Finanzierung ihrer Hilfspakete aufnehmen müssen, den Home Bias wohl noch verstärken werden. „SBBS wären zwar nicht die von einigen Seiten geforderten Corona-Bonds, für die die Euroländer auch gemeinsam haften würden“, so Schäfer. „Sie wären aber immerhin das erste wirklich länderübergreifende und sichere europäische Wertpapier, in das die Banken investieren könnten. Davon würden sowohl die Banken als auch die Staaten profitieren – eine klassische Win-Win-Situation.“</p></div>
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		<title>Wohnungspolitik in Zeiten der Corona-Krise weltweit: Herausforderungen und Lösungen</title>
		<link>https://www.presse-wissen.de/2020/04/02/wohnungspolitik-in-zeiten-der-corona-krise-weltweit-herausforderungen-und-loesungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2020 14:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Corona-Pandemie, die im Dezember 2019 ihren Anfang nahm und sich derzeit weltweit rasch ausbreitet, wirkt sich auf die Wirtschaft und damit auch auf den <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.presse-wissen.de/2020/04/02/wohnungspolitik-in-zeiten-der-corona-krise-weltweit-herausforderungen-und-loesungen/" title="Wohnungspolitik in Zeiten der Corona-Krise weltweit: Herausforderungen und Lösungen" data-wpel-link="internal">[...]</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Die Corona-Pandemie, die im Dezember 2019 ihren Anfang nahm und sich derzeit weltweit rasch ausbreitet, wirkt sich auf die Wirtschaft und damit auch auf den Immobilienmarkt spürbar aus. Da die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung die Umsätze massiv zurückgehen lassen, sind insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Dienstleistungs-, Gastgewerbe- und Verkehrssektor, aber auch Soloselbstständige häufig nicht in der Lage, ihren kurzfristigen Verpflichtungen wie Mieten, Kreditzinsen und Arbeitskosten nachzukommen, und damit existentiell gefährdet. Private MieterInnen sind ebenso betroffen, wenn sie wegen der Eindämmungsbestimmungen kein oder deutlich weniger Einkommen beziehen. Erste Vorschläge und staatliche Maßnahmen zielen darauf ab, den gewerblichen und privaten MieterInnen und WohnimmobilienbesitzerInnen in diesen schwierigen Zeiten möglichst unbürokratisch zu helfen. Welche Regierung was beschlossen hat oder plant, soll hier im Einzelnen vorgestellt werden.</b></p>
<p>Als die Bundesregierung vergangene Woche wegen der Corona-Pandemie einen Kündigungsschutz für MieterInnen beschlossen hat, fühlten sich offensichtlich auch große Konzerne angesprochen: Firmen wie Adidas, Deichmann oder H&amp;M kündigten an, ihre Gewerbemieten präventiv ab April nicht mehr zu bezahlen. „Unanständig und nicht akzeptabel“, nannte dies die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Denn die Regelung, dass die Miete für drei Monate gestundet werden kann, richtete sich vor allem an private und gewerbliche MieterInnen mit wenigen Rücklagen, die wegen des Shutdowns seit dem 23. März nun keine oder kaum Einnahmen mehr generieren.</p>
<p>Ohne Frage stellt der Shutdown viele private und gewerbliche MieterInnen vor große Probleme – nicht nur in Deutschland. Der Mietrückstand gehört zu den wenigen Gründen, die VermieterInnen berechtigen, ihren MieterInnen zu kündigen. Angesichts der Tatsache, dass die Eindämmungsmaßnahmen viele Wochen dauern können, ist das Risiko, dass einer großen Anzahl von MieterInnen gekündigt wird, sehr hoch.<a href="http://#_ftn1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[1]</a></p>
<p>Insbesondere den Einzelhandel, den Luftverkehr und das Gastgewerbe treffen die Maßnahmen hart. Kleine Unternehmen mitsamt ihren Beschäftigten sowie Soloselbstständige und FreiberuflerInnen sind häufig existentiell bedroht, da sie in der Regel wenige Rücklagen haben. Während den Menschen mit niedrigem Einkommen häufig Leistungen wie Arbeitslosen- und Wohngeld zur Verfügung stehen oder bei den Beschäftigten des öffentlichen Sektors die Bezüge unverändert bleiben, sind die im privaten Sektor beschäftigten Personen mit niedrigem mittlerem Einkommen am stärksten betroffen. Ihre Einkommen sinken oder bleiben ganz aus, so dass sie häufig nicht in der Lage sind, ihre Mieten beziehungsweise ihre Hypothekenzinsen zu bedienen (Abbildung 1). Für den Immobilienmarkt bedeutet dies einen negativen Nachfrageschock, wenn die Zahlungskraft der MieterInnen und EigentümerInnen abnimmt.</p>
<p>Welche Länder sich zu welchen Schutzmaßnahmen verpflichtet haben</p>
<p>Am häufigsten wird der Kündigungsschutz der MieterInnen verstärkt. Seit Mitte März 2020 haben viele Länder die Möglichkeit, MieterInnen, deren Einkommen besonders stark wegen der COVID-19-Pandemie zurückgegangen sind, wegen Mietrückständen zu kündigen, ausgesetzt oder planen dies. Dazu gehören: Argentinien, Australien, El Salvador, Deutschland, Irland, Italien, Kanada (Quebec und Ontario), Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Portugal, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate (Abu Dhabi und Dubai), die USA, das Vereinigte Königreich und Zypern. <a href="http://#_ftn1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[2]</a> Meistens beziehen sich die Regelungen auf private Wohnimmobilien. In Portugal wie auch in Deutschland werden jedoch die MieterInnen von Wohn- und Gewerbeimmobilien geschützt. Frankreich schützt dagegen bis jetzt nur kleine und mittlere Unternehmen<a href="http://#_ftn2" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[3]</a>, während Rumänien<a href="http://#_ftn3" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[4]</a>  die Unternehmen allgemein vor Kündigung schützt.</p>
<p>Eine zweite Maßnahme soll WohneigentümerInnen helfen, damit sie ihre Immobilien nicht verlieren. Können sie ihre Hypothekenkredite nicht bedienen und sind wegen coronabedingten Einkommensverlusten mit Zinszahlungen in Verzug, helfen manche Staaten mit einer Art Kündigungsschutz für WohneigentümerInnen. Manchmal werden auch keine formellen Regulierungen verabschiedet, sondern die Banken entscheiden selbst, ihren Kunden eine Art Hypothekenauszeit zu gewähren. Folgende Länder haben von solchen Mitteln Gebrauch gemacht: Argentinien, Belgien, El Salvador, Deutschland, Irland, Italien, Kanada, Portugal, Russland, Spanien, USA und Vereinigtes Königreich.<a href="http://#_ftn4" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[5]</a></p>
<p>Die am wenigsten verbreitete Schutzmaßnahme sind Mietenstopps. Einige Regierungen haben es verboten, die Mietpreise während des Ausnahmezustands zu erhöhen. Manchmal sollen die Mieten sogar gesenkt werden (Griechenland und Spanien). In Extremfällen werden die Mietzahlungen komplett ausgesetzt (Venezuela). Zu den Ländern, die solche Politikmaßnahmen eingeführt haben, gehören Argentinien, El Salvador, Griechenland, Irland, Kanada (British Columbia), Neuseeland, Spanien und Venezuela.<a href="http://#_ftn5" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[6]</a> Der Mietenstopp wird manchmal nach Vermietergröße differenziert. So werden in Spanien die Mieten nur bei großen Vermietern (mit mehr als zehn Wohnungen oder bebauter Fläche von mehr als 1500 m<sup>2</sup>) um 50 Prozent reduziert beziehungsweise zeitlich ausgesetzt. Kleine Vermieter werden verschont.</p>
<p>In manchen Ländern (zum Beispiel in der kanadischen Provinz British Columbia, Luxemburg und in Spanien) wird geplant, den Kündigungsschutz und den Mietenstopp mit Kompensationen für die VermieterInnen zu flankieren, zum Beispiel in Form von Subventionen oder zinslosen Darlehen. So sollen Einbußen wegen des Mietenstopps vermieden werden.</p>
<p>Mindestens 23 Länder haben auf nationaler oder regionaler Ebene weltweit die Maßnahmen zum Schutz der von der Corona-Krise stark betroffenen MieterInnen und ImmobilienbesitzerInnen eingeführt oder angekündigt (Abbildung 3). Die beliebteste Maßnahme ist die Aussetzung der Kündigung (17 Länder), gefolgt von der Aussetzung von Hypothekenzins- und Tilgungsleistungen (13 Länder). In zehn Ländern geht das Kündigungsmoratorium mit Hypothekenfreigaben einher. Mietenstopps sind nur in sieben Ländern vorhanden oder geplant. Subventionen an MieterInnen oder VermieterInnen werden in vier Ländern gewährt.</p>
<p>Fazit: Die Belastung nicht auf eine Seite schieben</p>
<p>Die Regierungen in aller Welt sind sich der prekären Lage vieler MieterInnen und WohnimmobilienbesitzerInnen bewusst und waren schnell und kreativ in der Lage, die besonderen Belastungen abzufangen. In Deutschland lösten die Pläne der Regierung, die Kündigungsmöglichkeit wegen Nichtzahlung der Miete auszusetzen, eine lebhafte Diskussion aus, vor allem als auch große Unternehmen versuchten, diesen Schutz für sich in Anspruch zu nehmen.</p>
<p>Einige Kritiker warfen ein, dass diese Maßnahme insbesondere die kleinen VermieterInnen vor ernsthafte finanzielle Probleme stellen könnte. Denn mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020 ist noch nicht geregelt, wie die ausgefallene Miete kompensiert werden soll. Sie schlugen vor, einen Spezialfonds zu schaffen, der entweder die Mietverbindlichkeiten direkt von den VermieterInnen kaufen oder zinslose Kredite an MieterInnen und ImmobilienbesitzerInnen vergeben soll.<a href="http://#_ftn1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[7]</a>  Es ist wichtig, sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsseite des Marktes zu berücksichtigen und nicht die gesamte Belastung auf eine Seite zu verlagern.</p>
<p>Die Mieten werden wenn überhaupt nur sehr kurzfristig sinken. Anders sieht es aber bei den Immobilienkaufpreisen aus. Wenn VermieterInnen und ImmobilienbesitzerInnen wegen dieser Maßnahmen finanziell in Schieflage geraten und weder von der Regierung noch von den Banken unterstützt werden, kann dies zu Notverkäufen von Immobilien führen. Dies könnte am Markt eine Kettenreaktion von den ImmobilienbesitzerInnen zu den Banken auslösen und somit die bereits eintretende Wirtschaftskrise verschärfen. Es wird darauf ankommen, mehr finanzielle Hilfe für alle betroffenen Akteure auszugeben, um in naher Zukunft noch größere Verluste zu vermeiden.</p>
<p>Fußnoten</p>
<p><a href="http://#_ftnref1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[1]</a> In Deutschland könnte es grob geschätzt zwischen 1,3 und 2,7 Millionen Haushalte betreffen, wenn man davon ausgeht, dass je fünf bis zehn Prozent der Miethaushalte und ImmobilienbesitzerInnen mit Hypothekenkrediten in Schwierigkeiten geraten könnten. Rausgerechnet sind die 3,7 Millionen Haushalte, die Wohngeld oder Arbeitslosenhilfe beziehen. </p>
<p><a href="http://#_ftnref1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[2]</a> Vgl. für Argentinien: Alquileres. Boletín oficial de la República Argentina (DECNU-2020-320-APN-PTE), 29. März 2020; für Australien: Australian Government (29. März 2020) Coronavirus (COVID‑19). Essential information (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.australia.gov.au%2f&amp;n=https%3a%2f%2fwww.australia.gov.au%2f" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>, abgerufen am 30.03.2020. Dies gilt für alle Onlinequellen in diesem Bericht); für El Salvador: Redacción (25. März 2020) Coronavirus en El Salvador: el ambicioso plan de Bukele para reforzar la economía del país amenazada por el covid-19 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.bbc.com%2fmundo%2fnoticias-america-latina-52013943&amp;n=https%3a%2f%2fwww.bbc.com%2fmundo%2fnoticias-america-latina-52013943" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Deutschland: Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020, Bundesgesetzblatt 2020, 569; für Irland: Joe Brennan (2020) Coronavirus: Irish banks offer relief to borrowers hit by coronavirus. The Irish Times vom 10. März (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.irishtimes.com%2fbusiness%2ffinancial-services%2fcoronavirus-irish-banks-offer-relief-to-borrowers-hit-by-coronavirus-1.4198637&amp;n=https%3a%2f%2fwww.irishtimes.com%2fbusiness%2ffinancial-services%2fcoronavirus-irish-banks-offer-relief-to-borrowers-hit-by-coronavirus-1.4198637" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Italien: Decreto-legge 17 marzo 2020, n. 18 Misure di potenziamento del Servizio sanitario nazionale e di sostegno economico per famiglie, lavoratori e imprese connesse all&#8217;emergenza epidemiologica da COVID-19. GU Serie Generale n.70 del 17-03-2020 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.gazzettaufficiale.it%2fatto%2fstampa%2fserie_generale%2foriginario&amp;n=https%3a%2f%2fwww.gazzettaufficiale.it%2fatto%2fstampa%2fserie_generale%2foriginario" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Kanada: Arrêté No. 2020-005 de la ministre de la Santé et des Services sociaux en date du 17 mars 2020 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fcdn-contenu.quebec.ca%2fcdn-contenu%2fadm%2fmin%2fsante-services-sociaux%2fpublications-adm%2flois-reglements%2fAM_numero_2020-005.pdf%3f1584487700&amp;n=https%3a%2f%2fcdn-contenu.quebec.ca%2fcdn-contenu%2fadm%2fmin%2fsante-services-sociaux%2fpublications-adm%2flois-reglements%2fAM_numero_2020-005.pdf%3f1584487700" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>) und Government of Ontario: Ontario Protecting Critical Front-Line Justice Services in Response to COVID-19, Newsroom (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fnews.ontario.ca%2fmag%2fen%2f2020%2f03%2fontario-taking-action-to-protect-critical-front-line-justice-services-in-response-to-covid-19.html&amp;n=https%3a%2f%2fnews.ontario.ca%2fmag%2fen%2f2020%2f03%2fontario-taking-action-to-protect-critical-front-line-justice-services-in-response-to-covid-19.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Luxemburg: Gouvernement Luxembourgeois (27. März 2020): Covid-19: les mesures en matière d&#8217;aides au logement (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fgouvernement.lu%2ffr%2factualites%2ftoutes_actualites%2fcommuniques%2f2020%2f03-mars%2f27-covid19-aides-logment.html1%2526p_p_col_count%253D1%2526p_r_p_564233524_categoryId%253D78091%2523article_78638%23p_101_INSTANCE_uJAlpeXURbmf&amp;n=https%3a%2f%2fgouvernement.lu%2ffr%2factualites%2ftoutes_actualites%2fcommuniques%2f2020%2f03-mars%2f27-covid19-aides-logment.html1%2526p_p_col_count%253D1%2526p_r_p_564233524_categoryId%253D78091%2523article_78638%23p_101_INSTANCE_uJAlpeXURbmf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für die Niederlande: National Government of The Netherlands (26. März 2020): Geen huisuitzettingen en verlenging tijdelijke huurcontracten (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.rijksoverheid.nl%2factueel%2fnieuws%2f2020%2f03%2f26%2fgeen-huisuitzettingen-en-verlenging-tijdelijke-huurcontracten&amp;n=https%3a%2f%2fwww.rijksoverheid.nl%2factueel%2fnieuws%2f2020%2f03%2f26%2fgeen-huisuitzettingen-en-verlenging-tijdelijke-huurcontracten" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Neuseeland: Amelia Wade (25. März 2020): Coronavirus Covid-19 lockdown: Rents frozen and evictions banned under emergency legislation (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.nzherald.co.nz%2fnz%2fnews%2farticle.cfm%3fc_id%3d1%26amp%3bobjectid%3d12319849&amp;n=https%3a%2f%2fwww.nzherald.co.nz%2fnz%2fnews%2farticle.cfm%3fc_id%3d1%26amp%3bobjectid%3d12319849" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Portugal: Filomena Lança (2020) Inquilinos pedem moratória para as rendas idêntica à dos contratos do crédito habitação, Negocios vom 24. März (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.jornaldenegocios.pt%2feconomia%2fcoronavirus%2fdetalhe%2finquilinos-pedem-moratoria-para-as-rendas-identica-a-dos-contratos-do-credito-habitacao&amp;n=https%3a%2f%2fwww.jornaldenegocios.pt%2feconomia%2fcoronavirus%2fdetalhe%2finquilinos-pedem-moratoria-para-as-rendas-identica-a-dos-contratos-do-credito-habitacao" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Spanien: Real Decreto-ley 11/2020, por el que se adoptan medidas urgentes complementarias en el ámbito social y económico para hacer frente al COVID-19, Boletín Oficial del Estado Nr.91 vom 1. April 2020, 27885-27972 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.boe.es%2fboe%2fdias%2f2020%2f04%2f01%2f&amp;n=https%3a%2f%2fwww.boe.es%2fboe%2fdias%2f2020%2f04%2f01%2f" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>, abgerufen am 1. April 2020); für die Vereinigten Arabischen Emirate: Alice Haine (24. März 2020) Abu Dhabi and Dubai governments block tenant evictions during the pandemic (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.thenational.ae%2fbusiness%2fmoney%2fabu-dhabi-and-dubai-governments-block-tenant-evictions-during-the-pandemic-1.996864&amp;n=https%3a%2f%2fwww.thenational.ae%2fbusiness%2fmoney%2fabu-dhabi-and-dubai-governments-block-tenant-evictions-during-the-pandemic-1.996864" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für die USA: Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act (CARES Act) (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.documentcloud.org%2fdocuments%2f6819239-FINAL-FINAL-CARES-ACT.html&amp;n=https%3a%2f%2fwww.documentcloud.org%2fdocuments%2f6819239-FINAL-FINAL-CARES-ACT.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für das Vereinigte Königreich:  Ministry of Housing, Communities &amp; Local Government and The Rt Hon Robert Jenrick MP (18. März 2020): Complete ban on evictions and additional protection for renters (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.gov.uk%2fgovernment%2fnews%2fcomplete-ban-on-evictions-and-additional-protection-for-renters&amp;n=https%3a%2f%2fwww.gov.uk%2fgovernment%2fnews%2fcomplete-ban-on-evictions-and-additional-protection-for-renters" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Zypern: Offsite Team (März 2020) Ποιους ενοικιαστές αφορά το διάταγμα για αναστολή εξώσεων (Für welche Mieter gilt die Räumungs­sperre?), Offsite (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.offsite.com.cy%2feidiseis%2fpolitiki%2fpoioys-enoikiastes-afora-diatagma-gia-anastoli-exoseon&amp;n=https%3a%2f%2fwww.offsite.com.cy%2feidiseis%2fpolitiki%2fpoioys-enoikiastes-afora-diatagma-gia-anastoli-exoseon" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>).</p>
<p><a href="http://#_ftnref2" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[3]</a> Die Verordnung vom 25. März 2020 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.legifrance.gouv.fr%2faffichTexte.do%3fcidTexte%3dJORFTEXT000041755842%26amp%3bcategorieLien%3did&amp;n=https%3a%2f%2fwww.legifrance.gouv.fr%2faffichTexte.do%3fcidTexte%3dJORFTEXT000041755842%26amp%3bcategorieLien%3did" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>) wurde durch das Gesetz (Loi n° 2020-290 du 23 mars 2020 d&#8217;urgence pour faire face à l&#8217;épidémie de Covid-19. Journal officiel de la République française Nr. 0072) ermöglicht (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.legifrance.gouv.fr%2faffichTexte.do%3fcidTexte%3dJORFTEXT000041746313%26amp%3bcategorieLien%3did%2520erm%26ouml%3bglicht.&amp;n=https%3a%2f%2fwww.legifrance.gouv.fr%2faffichTexte.do%3fcidTexte%3dJORFTEXT000041746313%26amp%3bcategorieLien%3did%2520erm%26ouml%3bglicht." class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>).</p>
<p><a href="http://#_ftnref3" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[4]</a> Robert Kiss (24. März 2020): PSD a depus un proiect de lege privind aplicarea unor scutiri de la plata chiriei, pe perioada stării de urgență, Digi 24 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.digi24.ro%2fstiri%2factualitate%2fpolitica%2fpsd-a-depus-un-proiect-de-lege-privind-aplicarea-unor-scutiri-de-la-plata-chiriei-pe-perioada-starii-de-urgenta-1280468&amp;n=https%3a%2f%2fwww.digi24.ro%2fstiri%2factualitate%2fpolitica%2fpsd-a-depus-un-proiect-de-lege-privind-aplicarea-unor-scutiri-de-la-plata-chiriei-pe-perioada-starii-de-urgenta-1280468" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>).</p>
<p><a href="http://#_ftnref4" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[5]</a> Vgl. Für Argentinien: Hipotecas. Boletín oficial de la República Argentina (DECNU-2020-319-APN-PTE), 29. März 2020; für Belgien: Mathilde Ridole (19. März 2020) Les banques autorisent le report de remboursement des crédits hypothécaires, L’echo (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.lecho.be%2fdossiers%2fcoronavirus%2fles-banques-autorisent-le-report-de-remboursement-des-credits-hypothecaires%2f10215631.html&amp;n=https%3a%2f%2fwww.lecho.be%2fdossiers%2fcoronavirus%2fles-banques-autorisent-le-report-de-remboursement-des-credits-hypothecaires%2f10215631.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Irland: Joe Brennan und Harry McGee (18. März 2020) Coronavirus: Banks agree mortgage breaks and repossession deferrals, The Irish Times (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.irishtimes.com%2fbusiness%2ffinancial-services%2fcoronavirus-banks-agree-mortgage-breaks-and-repossession-deferrals-1.4205750&amp;n=https%3a%2f%2fwww.irishtimes.com%2fbusiness%2ffinancial-services%2fcoronavirus-banks-agree-mortgage-breaks-and-repossession-deferrals-1.4205750" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Italien: Nicoletta Cottone (23. März 2020) Coronavirus, scopri come difenderti dalla sospensione del mutuo prima casa alle garanzie per le imprese, Il Sole 24 ore (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.ilsole24ore.com%2fart%2fcoronavirus-sospensione-mutui-garanzie-le-pmi-misure-sostegno-liquidita-AD9YtKF&amp;n=https%3a%2f%2fwww.ilsole24ore.com%2fart%2fcoronavirus-sospensione-mutui-garanzie-le-pmi-misure-sostegno-liquidita-AD9YtKF" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Kanada: Government of Canada (2020) Canada’s COVID-19 Economic Response Plan (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.canada.ca%2fen%2fdepartment-finance%2feconomic-response-plan.html&amp;n=https%3a%2f%2fwww.canada.ca%2fen%2fdepartment-finance%2feconomic-response-plan.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Portugal: Elisabete Tavares (23. März 2020) Portugal vai seguir o exemplo de países como Espanha e Itália e permitir uma pausa no pagamento da prestações dos créditos à habitação, Dinheiro vivo (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.dinheirovivo.pt%2feconomia%2fportugal-prepara-se-para-dar-folga-as-familias-na-prestacao-da-casa%2f&amp;n=https%3a%2f%2fwww.dinheirovivo.pt%2feconomia%2fportugal-prepara-se-para-dar-folga-as-familias-na-prestacao-da-casa%2f" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Russland: Wladimir Putin (25. März 2020) Обращение к гражданам России (Appell an die Bürger Russlands) (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=http%3a%2f%2fwww.kremlin.ru%2fevents%2fpresident%2fnews%2f63061&amp;n=http%3a%2f%2fwww.kremlin.ru%2fevents%2fpresident%2fnews%2f63061" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Spanien: Real Decreto-ley 8/2020, de 17 de marzo, de medidas urgentes extraordinarias para hacer frente al impacto económico y social del COVID-19 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=http%3a%2f%2fnoticias.juridicas.com%2fbase_datos%2fFiscal%2f662116-rd-ley-8-2020-de-17-mar-medidas-urgentes-extraordinarias-para-hacer-frente.html&amp;n=http%3a%2f%2fnoticias.juridicas.com%2fbase_datos%2fFiscal%2f662116-rd-ley-8-2020-de-17-mar-medidas-urgentes-extraordinarias-para-hacer-frente.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für die USA: HUD, Mortgagee Letter 2020-04, Foreclosure and Eviction Moratorium in connection with the Presidentially-Declared COVID-19 National Emergency (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.hud.gov%2fsites%2fdfiles%2fOCHCO%2fdocuments%2f20-04hsgml.pdf&amp;n=https%3a%2f%2fwww.hud.gov%2fsites%2fdfiles%2fOCHCO%2fdocuments%2f20-04hsgml.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für das Vereinigte Königreich: Ministry of Housing, Communities &amp; Local Government and The Rt Hon Robert Jenrick MP (Mar. 18, 2020) Complete ban on evictions and additional protection for renters (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.gov.uk%2fgovernment%2fnews%2fcomplete-ban-on-evictions-and-additional-protection-for-renters&amp;n=https%3a%2f%2fwww.gov.uk%2fgovernment%2fnews%2fcomplete-ban-on-evictions-and-additional-protection-for-renters" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>).</p>
<p><a href="http://#_ftnref5" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[6]</a> Vgl. für Argentinien: Alquileres. Boletín oficial de la República Argentina, a.a.O.; für Griechenland: Legislative Act of 20.03.2020: Urgent measures to address the consequences of the spread of the COVID-19 coronavirus, to support society and entrepreneurship, and to ensure the smooth functioning of the market and public administration (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.taxheaven.gr%2flaw%2f%25CE%25A0%25CE%259D%25CE%25A020.03.2020%2f2020&amp;n=https%3a%2f%2fwww.taxheaven.gr%2flaw%2f%25CE%25A0%25CE%259D%25CE%25A020.03.2020%2f2020" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Irland: Aisling Kenny (2020): Covid-19: Temporary ban on evictions and rent increase pause, RTE vom 19. März (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.rte.ie%2fnews%2fcoronavirus%2f2020%2f0319%2f1124168-evictions-ban-coronavirus%2f&amp;n=https%3a%2f%2fwww.rte.ie%2fnews%2fcoronavirus%2f2020%2f0319%2f1124168-evictions-ban-coronavirus%2f" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Kanada: Ministry of Municipal Affairs and Housing of the British Columbia Government (25. März 2020): Supporting renters, landlords during COVID-19 (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fnews.gov.bc.ca%2freleases%2f2020MAH0048-000561&amp;n=https%3a%2f%2fnews.gov.bc.ca%2freleases%2f2020MAH0048-000561" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); für Venezuela: Alba Ciudad (23. März 2020): Maduro decreta la inamovilidad laboral y la supresión del pago de alquileres por el coronavirus (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.nodal.am%2f2020%2f03%2fmaduro-decreta-la-inamovilidad-laboral-y-la-supresion-del-pago-de-alquileres-por-el-coronavirus%2f&amp;n=https%3a%2f%2fwww.nodal.am%2f2020%2f03%2fmaduro-decreta-la-inamovilidad-laboral-y-la-supresion-del-pago-de-alquileres-por-el-coronavirus%2f" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>). </p>
<p><a href="http://#_ftnref1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow">[7]</a> Harald Simons, Reiner Braun und Ludger Baba (2020): Mieterschutz in Zeiten von Corona. Empirica-Paper Nr. 254; Michael Voigtländer (2020): Kündigungsschutz-Klausel: Es drohen Domino-Effekte. IW-Nachrichten (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.iwkoeln.de%2fpresse%2fiw-nachrichten%2fbeitrag%2fmichael-voigtlaender-es-drohen-domino-effekte.html&amp;n=https%3a%2f%2fwww.iwkoeln.de%2fpresse%2fiw-nachrichten%2fbeitrag%2fmichael-voigtlaender-es-drohen-domino-effekte.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>); Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. (2020): Corona-Krise: Fonds für Mietausfälle notwendig. Pressemitteilung vom 26. März (<a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1C386.F9973A2186BF11E85871129E2956390F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.deutscher-verband.org%2fservice%2fpresse%2fpressemitteilungen%2fsicher-wohnen-fonds.html&amp;n=https%3a%2f%2fwww.deutscher-verband.org%2fservice%2fpresse%2fpressemitteilungen%2fsicher-wohnen-fonds.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">online verfügbar</a>).</div>
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		<title>DIW Konjunkturbarometer März: Massiver Einbruch der Wirtschaftsleistung</title>
		<link>https://www.presse-wissen.de/2020/03/30/diw-konjunkturbarometer-maerz-massiver-einbruch-der-wirtschaftsleistung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[corona]]></category>
		<category><![CDATA[daten]]></category>
		<category><![CDATA[diw]]></category>
		<category><![CDATA[gesamtjahr]]></category>
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		<category><![CDATA[vorquartal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bricht im März auf 86 Punkte ein und deutet damit auf einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.presse-wissen.de/2020/03/30/diw-konjunkturbarometer-maerz-massiver-einbruch-der-wirtschaftsleistung/" title="DIW Konjunkturbarometer März: Massiver Einbruch der Wirtschaftsleistung" data-wpel-link="internal">[...]</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bricht im März auf 86 Punkte ein und deutet damit auf einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 hin. Damit zeigen sich die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie, die in den jetzt vorliegenden Indikatoren zu den Entwicklungen auf den Finanzmärkten und in Unternehmensbefragungen sichtbar werden. Andere Daten, etwa zur Auftragslage oder Produktionsleistung, spiegeln die aktuelle Situation noch nicht wider. Dass die Produktion in manchen Wirtschaftsbereichen faktisch vollständig zum Erliegen gekommen ist, wird im aktuellen Barometerwert noch nicht in Gänze erfasst.</p>
<p>Zusätzliche Abschätzungen des Produktions- und Nachfrageausfalls lassen vor allem für die zweite Märzhälfte einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung erwarten: Im Quartalsdurchschnitt dürfte sie um rund 2,0 Prozent sinken und damit sogar etwas stärker als zum Auftakt der Finanzkrise. Zum Jahresende 2008 brach das Bruttoinlandsprodukt um gut anderthalb Prozent gegenüber dem Vorquartal ein.</p>
<p>Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens – darunter Schulschließungen, Verbote von Kneipen- und Restaurantbesuchen oder der Wegfall von Sport-, Unterhaltungs- und Kulturangeboten – werden auch im April auf der Wertschöpfung lasten. Erste Abschätzungen legen nahe, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung dadurch im zweiten Quartal noch deutlich drastischer ausfällt – das Minus könnte nahezu zweistellig ausfallen.</p>
<p>Die wirtschaftliche Entwicklung für das Gesamtjahr ist derzeit nur sehr schwer abschätzbar, da sie maßgeblich von der weiteren Verbreitung des Virus und der politischen Reaktionen darauf abhängt. Die vorliegenden Daten zeichnen zum jetzigen Zeitpunkt ein äußerst unvollständiges Bild der Lage. Selbst wenn in den kommenden Wochen wieder mehr und mehr wirtschaftliche Aktivität möglich wird und eine Normalisierung in den nächsten Monaten folgt, dürfte am Jahresende ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund sechs Prozent stehen. Dies ist in der Größenordnung vergleichbar mit dem Einbruch der Finanzkrise. Bleibt die Normalisierung aus, ist ein noch weitaus größerer Rückgang möglich.</p></div>
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		<title>MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype reduzieren</title>
		<link>https://www.presse-wissen.de/2020/03/25/mint-berufe-workshops-mit-rollenvorbildern-koennen-geschlechterstereotype-reduzieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2020 11:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forscherinnen von DIW Berlin und Wirtschaftsuniversität Wien analysieren Befragungsdaten von Wiener Schülerinnen und Schülern – Befragte 12- bis 14-Jährige haben bereits ausgeprägte geschlechterstereotype Denkweisen in <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.presse-wissen.de/2020/03/25/mint-berufe-workshops-mit-rollenvorbildern-koennen-geschlechterstereotype-reduzieren/" title="MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype reduzieren" data-wpel-link="internal">[...]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-wissen.de/2020/03/25/mint-berufe-workshops-mit-rollenvorbildern-koennen-geschlechterstereotype-reduzieren/" data-wpel-link="internal">MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype reduzieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-wissen.de" data-wpel-link="internal">Presse-Wissen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Forscherinnen von DIW Berlin und Wirtschaftsuniversität Wien analysieren Befragungsdaten von Wiener Schülerinnen und Schülern – Befragte 12- bis 14-Jährige haben bereits ausgeprägte geschlechterstereotype Denkweisen in Bezug auf Technik, bei Mädchen gehen diese mit geringerem Interesse an Technik einher – Großes Potential, mehr Frauen für MINT-Berufe zu interessieren</b></p>
<p>Frauen sind in Berufen des MINT-Bereichs – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) zeigt, ist das Interesse an Technik und an einem Beruf in diesem Bereich schon unter 12- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schülern äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Und dies wiederum hat auch mit Geschlechterstereotypen zu tun. Wie die Analyse eines Berufsorientierungsworkshops zeigt, können geschlechterstereotype Denkweisen jedoch reduziert werden: Bereits nach einem halbtägigen Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler insbesondere mit weiblichen Rollenvorbildern, also im MINT-Bereich tätigen Frauen und Studentinnen, konfrontiert werden, zeigen sich entsprechende Effekte – und zwar noch mehrere Wochen nach der Befragung.</p>
<p>Die Studie basiert auf einer Befragung von rund 250 Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 14 Jahren an Wiener Schulen. Da die geschlechterspezifischen Unterschiede in Ausbildungswegen und Berufswünschen in Deutschland und Österreich eine ähnliche Größenordnung haben, können die Ergebnisse auf Deutschland übertragen werden. So ist beispielsweise speziell im MINT-Bereich der Frauenanteil unter den Studierenden mit rund einem Drittel in etwa vergleichbar.</p>
<p>Jungen interessieren sich deutlich häufiger für einen MINT-Beruf als Mädchen</p>
<p>In ihrer Untersuchung haben Julia Schmieder aus der Forschungsgruppe Gender Economics des DIW Berlin sowie Simone Häckl und Katharina Drescher von der WU Wien eine Reihe von Faktoren unter die Lupe genommen, die das Interesse an einem MINT-Beruf potentiell beeinflussen. Von den Befragten können sich 38 Prozent der Schüler sehr gut vorstellen, später einen technischen Beruf auszuüben. Unter den Schülerinnen sind es nur fünf Prozent. Eine Rolle spielt dabei, wie Jungen und Mädchen ihre eigenen MINT-Fähigkeiten einschätzen. Es zeigt sich, dass Schülerinnen diese vor allem in Relation zu anderen Fähigkeiten signifikant geringer einschätzen als Schüler. Ein über die Befragung hinausgehendes Experiment bestätigt, dass Mädchen ihre Leistung zudem tendenziell niedriger einschätzen, als sie in Wahrheit ist.</p>
<p>„Dass Mädchen ihre Leistungen unterschätzen, deutet auf ein geringeres Selbstvertrauen im Vergleich zu Jungen hin“, sagt Studienautorin Häckl. „Und das wiederum kann Geschlechterunterschiede auf dem Arbeitsmarkt mit erklären, wenn Frauen weniger Vertrauen in sich haben und deshalb beispielsweise den Wettbewerb mit Männern in gewissen Situationen meiden.“</p>
<p>„Das Potential für Maßnahmen, die Mädchen für MINT-Berufe interessieren sollen, ist groß.“ Julia Schmieder, Forschungsgruppe Gender Economics</p>
<p>Geschlechterstereotype Denkweisen sollten auch bei Eltern in Blick genommen werden</p>
<p>Geschlechterstereotype Denkweisen können dazu führen, dass Mädchen weniger mit MINT-Themen in Berührung kommen als Jungen. So zeigt sich beispielsweise, dass Schülerinnen in der Familie weitaus seltener mit technischen Themen konfrontiert werden als Jungen. Auf die Frage, ob ihre Eltern mit ihnen über Technik sprechen, antworteten 41 Prozent der Schüler und nur 21 Prozent der Schülerinnen, dass dies der Fall sei. Auch die Zustimmung zur Aussage „Jungen interessieren sich mehr für Technik als Mädchen“ von 52 Prozent unter Schülerinnen und 68 Prozent unter Schülern deutet auf Geschlechterstereotype hin. „Und diese vorhandenen geschlechterstereotypen Denkweisen gehen mit einem geringeren Interesse an Technik aufseiten der Mädchen einher“, erklärt Drescher.</p>
<p>Doch das Potential, stereotype Denkweisen zu ändern, scheint groß: Bereits ein halbtägiger von der Wirtschaftsagentur Wien veranstalteter Workshop, in dem Schülerinnen und Schüler mit insbesondere weiblichen Rollenvorbildern konfrontiert werden und an Erfindungen arbeiten, zeigt nachhaltige Effekte. Noch mehrere Wochen nach dem Workshop lag die Zustimmung zu geschlechterstereotypen Aussagen bei Jungen um 7,7 Prozent niedriger als vor dem Workshop. Bei Mädchen sank die Zustimmungsrate um immerhin 4,7 Prozent.</p>
<p>„Das Potential für Maßnahmen, die Mädchen für MINT-Berufe interessieren sollen, ist also groß“, so Schmieder. „Wenn man die Kürze des untersuchten Programms bedenkt, ist der Effekt umso bemerkenswerter – durch eine wiederholte Konfrontation der Schülerinnen und Schüler mit Rollenvorbildern könnte man also noch weitaus mehr bewirken. Dabei dürfen die Eltern jedoch nicht außen vorgelassen werden. Auch bei ihnen sollten geschlechterstereotype Denkweisen in den Blick genommen werden, damit sie diese gar nicht erst an ihre Kinder weitergeben.“</p>
<p>Links</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BVFN.254C0CC58B338B05CDF3364F80834A1F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fde%2fdiw_01.c.743816.de%2fpublikationen%2fwochenberichte%2f2020_13_1%2fmint-berufe__workshops_mit_rollenvorbildern_koennen_geschlechterstereotype_abbauen.html&amp;n=%2fde%2fdiw_01.c.743816.de%2fpublikationen%2fwochenberichte%2f2020_13_1%2fmint-berufe__workshops_mit_rollenvorbildern_koennen_geschlechterstereotype_abbauen.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">WB MINT-Berufe: Workshops mit Rollenvorbildern können Geschlechterstereotype abbauen</a></li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BVFN.254C0CC58B338B05CDF3364F80834A1F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743874.de&amp;n=%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743874.de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Infografik (in hoher Auflösung): Frauenmangel in MINT-Berufen und Geschlechterstereotype </a>(PNG, 67.44 KB)</li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BVFN.254C0CC58B338B05CDF3364F80834A1F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fde%2fdiw_01.c.743818.de%2fpublikationen%2fwochenberichte%2f2020_13_2%2fdas_elternhaus_spielt_bei_geschlechterstereotypen_im_mint-bereich_eine_wichtige_rolle__interview.html&amp;n=%2fde%2fdiw_01.c.743818.de%2fpublikationen%2fwochenberichte%2f2020_13_2%2fdas_elternhaus_spielt_bei_geschlechterstereotypen_im_mint-bereich_eine_wichtige_rolle__interview.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Interview mit Studienautorin Julia Schmieder</a></li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BVFN.254C0CC58B338B05CDF3364F80834A1F&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fdocuments%2fmedienarchiv%2f250%2fdiw_01.c.743881.de%2fwb-1320_audio-interview_julia%20schmieder_geschlechterstereotype_230320.mp3&amp;n=%2fdocuments%2fmedienarchiv%2f250%2fdiw_01.c.743881.de%2fwb-1320_audio-interview_julia%20schmieder_geschlechterstereotype_230320.mp3" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Audio </a>(MP3, 4.05 MB)</li>
</ul>
</div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)</div>
<p>Das DIW Berlin (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenh&auml;nge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und ber&auml;t auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und f&ouml;rdert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabh&auml;ngig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft &uuml;berwiegend aus &ouml;ffentlichen Mitteln finanziert.</p>
</div>
<div class="pb-company">
<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)<br />
Mohrenstra&szlig;e 58<br />
10117 Berlin<br />
Telefon: +49 (30) 89789-250<br />
Telefax: +49 (30) 89789-200<br />
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<div>Ansprechpartner:</div>
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Pressestelle<br />
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Fax: +49 (30) 89789-200<br />
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</div>
<div class="pb-links">
<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/inaktiv/deutsches-institut-fuer-wirtschaftsforschung-ev-diw-berlin/MINT-Berufe-Workshops-mit-Rollenvorbildern-koennen-Geschlechterstereotype-reduzieren/boxid/998617" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Originalmeldung von Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)</a>
                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/newsroom/deutsches-institut-fuer-wirtschaftsforschung-ev-diw-berlin" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen von Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)</a>
                    </li>
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			</item>
		<item>
		<title>Folgen der Corona-Virus-Pandemie treffen deutsche Wirtschaft hart</title>
		<link>https://www.presse-wissen.de/2020/03/19/folgen-der-corona-virus-pandemie-treffen-deutsche-wirtschaft-hart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2020 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen / Bilanzen]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche Wirtschaft in der Rezession – Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr zu erwarten – Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet – Mehrere Szenarien für die <a class="mh-excerpt-more" href="https://www.presse-wissen.de/2020/03/19/folgen-der-corona-virus-pandemie-treffen-deutsche-wirtschaft-hart/" title="Folgen der Corona-Virus-Pandemie treffen deutsche Wirtschaft hart" data-wpel-link="internal">[...]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.presse-wissen.de/2020/03/19/folgen-der-corona-virus-pandemie-treffen-deutsche-wirtschaft-hart/" data-wpel-link="internal">Folgen der Corona-Virus-Pandemie treffen deutsche Wirtschaft hart</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.presse-wissen.de" data-wpel-link="internal">Presse-Wissen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Deutsche Wirtschaft in der Rezession – Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr zu erwarten – Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet – Mehrere Szenarien für die kommenden Monate denkbar – Entschiedenes finanz- und wirtschaftspolitisches Gegensteuern nötig – Europäische Koordination erforderlich</b></p>
<p>Die Ausbreitung des Corona-Virus bringt für die deutsche Wirtschaft bisher ungekannte Risiken und Herausforderungen mit sich. Das öffentliche Leben in Deutschland ist innerhalb kürzester Zeit weitgehend zum Erliegen gekommen. Die wirtschaftlichen Schockwellen durchziehen sowohl die Angebots- wie auch die Nachfrageseite: Aufgrund fehlender Vorleistungsgüter und weil der Arbeitsalltag vielerorts nicht wie gewohnt vonstattengehen kann, müssen viele Unternehmen ihre Produktion zurückfahren oder sogar einstellen. Damit verbunden ist ein erheblicher Rückgang der Nachfrage nach Dienstleistungen und Investitionsgütern. Die Haushalte schränken ihren Konsum ein, was insbesondere im Einzelhandel, der Gastronomie und in der Reisebranche große Umsatzausfälle bedeutet. Verstärkt werden diese Effekte durch die erhebliche Verunsicherung der Unternehmen und Haushalte. Da der weitere Verlauf der Pandemie und die konkreten politischen Reaktionen auf diese kaum vorhersehbar sind, ist der Ausblick auf die künftige konjunkturelle Entwicklung weitaus unsicherer als sonst.</p>
<p><b>Szenario V – schnelle Normalisierung</b></p>
<p>Sicher scheint allerdings, dass die deutsche Wirtschaft mindestens in den kommenden beiden Quartalen erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird. Wie es danach weitergeht, hängt davon ab, wie bald eine Rückkehr zu normalen wirtschaftlichen Aktivitäten möglich ist und gelingt. Ein Szenario, das einen ähnlichen Verlauf der Virusausbreitung unterstellt wie bei vergangenen Epidemien, etwa der Schweinegrippe, SARS oder der Vogelgrippe, ähnelt einem „V“: Nachdem es steil bergab ging, normalisieren sich nach erfolgreicher Eindämmung des Virus die Produktion und der Konsum relativ bald, im aktuellen Fall in der zweiten Jahreshälfte. Selbst in diesem – Stand jetzt eher optimistischen – Szenario würde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr unter dem Strich aber schrumpfen, um 0,1 Prozent. Die Corona-Krise würde in diesem Fall ein um rund 1,3 Prozentpunkte geringeres Wachstum nach sich ziehen.</p>
<p><b>Szenario L – langwierige Produktionsstörungen, nachhaltiger Nachfragerückgang</b></p>
<p>Das Virus könnte zeitlich und räumlich jedoch noch weitaus größere Kreise ziehen. Weitere Länder sehen sich womöglich zu weitgehenden Maßnahmen veranlasst, die in vielen Fällen die exportorientierte und offene Volkswirtschaft Deutschlands träfen – selbst, wenn der Höhepunkt der Epidemie hierzulande irgendwann überschritten sein sollte. Die Haushalte und Unternehmen sind nachhaltig verunsichert und stellen Anschaffungen weiter zurück. Dies würde die Abwärtsdynamik noch beschleunigen und eine wirtschaftliche Erholung verzögern. Der Verlauf in diesem Szenario entspräche einem „L“: Es geht steil bergab, Produktion und Konsum normalisieren sich nicht, sondern verharren auf dem geringeren Niveau. Die Rezession würde dann erheblich schwerer ausfallen.</p>
<p>Gäbe es das Corona-Virus und seine Folgen nicht, wäre die Industrierezession allmählich zu einem Ende gekommen. Auch die Weltkonjunktur hätte sich eigentlich stabilisiert, zumal es in Sachen Brexit eine Atempause gibt und die USA und China in ihren Handelsgesprächen Fortschritte verzeichnen konnten. Vom Rückgang dieser Risiken hätte die exportorientierte deutsche Wirtschaft unter normalen Umständen besonders profitiert. Doch all das ist nun hypothetisch.</p>
<p><b>Entschiedenes Handeln zur Stabilisierung notwendig</b></p>
<p>Der Krise sollte schnell und massiv entgegengetreten werden. Weltweit haben Zentralbanken, etwa die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank, teils weitreichende Schritte unternommen, um die Märkte zu beruhigen. Dies ist wichtig, um ein Wiederaufflammen der Krise im Euroraum, aber auch eine neue Bankenkrise zu verhindern.</p>
<p>Mindestens genauso gefragt ist jetzt die Finanzpolitik. Die Bundesregierung hat ein umfassendes Paket vorgestellt, das die kurzfristige Liquidität für Unternehmen sichert und den Zugang zu Kurzarbeitergeld erleichtert. Dies ist ein wichtiger erster Schritt, um Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Andere Lösungen braucht es aber für Kleinunternehmerinnen und -unternehmer sowie Solo-Selbständige, für die die derzeitige Krise vielfach zur Existenzbedrohung wird. All dies sichert den Fortbestand der betrieblichen Strukturen in Deutschland.</p>
<p>„Die Politik sollte jetzt weiter entschlossen handeln: Brücken mit Liquiditätshilfen und Kurzarbeit bauen, die Bereitschaft für einen erheblichen Nachfrageimpuls erklären und eine Koordination zwischen den Regierungen organisieren.“ Claus Michelsen, DIW-Konjunkturchef</p>
<p>Sollte sich die wirtschaftliche Krise trotz eines Abebbens der Pandemie verfestigen, wäre es außerdem nötig, den Konsum der privaten Haushalte und die Investitionen anzukurbeln. Möglich wäre, die teilweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags vorzuziehen oder vorübergehend die Mehrwertsteuer oder die Sozialversicherungsbeiträge zu senken.</p>
<p>Ein entschiedenes Handeln ist notwendig, um auf Seiten der Haushalte, vor allem aber der Unternehmen eine Vertrauenskrise zu verhindern. Diese würde bei Unternehmen zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung führen. Zum einen könnten Unternehmen durch großzügigere Abschreibungsregeln dazu animiert werden, bereits geplante Investitionsprojekte jetzt nicht aufzuschieben, sondern frühzeitig in Angriff zu nehmen und damit die Nachfrage anzukurbeln. Um Vertrauen zu stärken, sollte die Bereitschaft zu derartigen Maßnahmen klar und frühzeitig kommuniziert werden.</p>
<p>Diese Maßnahmen sollten zudem auf europäischer Ebene koordiniert und durch gemeinsame europäische Initiativen ergänzt werden. Hierfür könnte auch der europäischen Rettungsschirm ESM genutzt werden. Wichtig dabei ist, den Glauben an und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit aller europäischen Regierungen, vor allem Italiens, sicherzustellen. Zentrales Ziel muss sein, eine tiefe anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise zu verhindern.</p>
<p>Links:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BPS1.4E43856481689E0EA187FBDBA007A7E4&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fdocuments%2fdokumentenarchiv%2f17%2fdiw_01.c.743506.de%2fwb12-2020_gl1_msp.pdf&amp;n=%2fdocuments%2fdokumentenarchiv%2f17%2fdiw_01.c.743506.de%2fwb12-2020_gl1_msp.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">DIW-Konjunkturprognose Frühjahr 2020 </a>(PDF, 4.2 MB)</li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BPS1.4E43856481689E0EA187FBDBA007A7E4&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fdocuments%2fdokumentenarchiv%2f17%2fdiw_01.c.743509.de%2fwb12-2020_gl1_interview.pdf&amp;n=%2fdocuments%2fdokumentenarchiv%2f17%2fdiw_01.c.743509.de%2fwb12-2020_gl1_interview.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Interview mit DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen </a>(PDF, 74.3 KB)</li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BPS1.4E43856481689E0EA187FBDBA007A7E4&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743485.de&amp;n=%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743485.de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Abbbildung (in hoher Auflösung): Bruttoinlandsprodukt in Deutschland </a>(JPG, 3.08 MB)</li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BPS1.4E43856481689E0EA187FBDBA007A7E4&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743508.de&amp;n=%2fsixcms%2fdetail.php%3fid%3ddiw_01.c.743508.de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Tabelle: Eckdaten zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland </a>(PNG, 117 KB)</li>
<li><a href="http://www.diw.de/um/tc?t=UBUT.1BPS1.4E43856481689E0EA187FBDBA007A7E4&amp;d=https%3a%2f%2fwww.diw.de%2fdocuments%2fmedienarchiv%2f250%2fdiw_01.c.743489.de%2f20200319_pm_audio_fratzscher.mp3&amp;n=%2fdocuments%2fmedienarchiv%2f250%2fdiw_01.c.743489.de%2f20200319_pm_audio_fratzscher.mp3" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Audio-Statement von DIW-Präsident Marcel Fratzscher </a>(MP3, 1.33 MB)</li>
<li>Audio-Statement von DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen</li>
</ul>
</div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)</div>
<p>Das DIW Berlin (Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung) ist seit 1925 eines der f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland. Es erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenh&auml;nge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und ber&auml;t auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das Institut ist national und international vernetzt, stellt weltweit genutzte Forschungsinfrastruktur bereit und f&ouml;rdert den wissenschaftlichen Nachwuchs. Das DIW Berlin ist unabh&auml;ngig und wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft &uuml;berwiegend aus &ouml;ffentlichen Mitteln finanziert.</p>
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<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
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Mohrenstra&szlig;e 58<br />
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<ul>
<li>
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                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/newsroom/deutsches-institut-fuer-wirtschaftsforschung-ev-diw-berlin" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Meldungen von Deutsches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)</a>
                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
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