Warum bleibt die Frau auch heute noch ein Geschäftsführender Gesellschafter?

Eva-Catrin Reinhardt, die Geschäftsführende Gesellschafterin der rds energies GmbH, die sich im B2B Solarkraftwerkmarkt positioniert, um die Energiewende mit Akquisitionsdienstleistungen zu beschleunigen, fiel erst kürzlich auf, dass die Bezeichnungen von Geschäftsführern und Gesellschaftern in den Handelsregistern immer noch nicht gegendert werden.

Dieses veranlasste  sie zu einem offenen Brief an unser Justizministerium und Wirtschaftsministerium, den sie hier veröffentlicht:

Sehr geehrte Frau Lambrecht, sehr geehrter Herr Altmaier,

hiermit möchte ich Sie in meiner Rolle als Unternehmerin, aber gleichfalls auch als Vorbildunternehmerin der  Initiative FRAUEN unternehmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie  zunächst darauf hinweisen, dass im Handelsregister Berlin bis heute nur die männliche Variante der Rollenbezeichnung Geschäftsführer und Gesellschafter geführt wird. Ich nehme an in anderen Handelsregistern in Deutschland ist es ähnlich. Auch Auskunfteien führen nicht die weibliche Bezeichnung.

Ich möchte Sie höflich bitten, dieses so schnell wie möglich zu ändern, da ich dadurch in meiner Existenz als Geschäftsführende Gesellschafterin einer mindestens eingeschränkten öffentlichen Wahrnehmung unterliege. Spätestens 2021 sollten generell nun auch  Handelsregistergerichte die korrekten sprachlichen Bezeichnungen für Geschäftsführerinnen und Gesellschafterinnen verwenden.

Die  Regelungen des Antidiskriminierungsgesetzes sind meines Erachtens analog auch auf den Wirtschaftsverkehr aufzuweiten. Es ist zu vermuten, dass die Nichtexistenz der Begriffe Geschäftsführerin und Gesellschafterin im Handelsregister in der Folge zur Nichtwahrnehmung und Abwertungen der unternehmerischen Leistungsfähigkeit von Frauen in der allgemeinen Wahrnehmung, z.B. von Banken in Finanzierungsfragen und/oder Investor: innen oder auch Kund:innen mit noch nicht ausgeprägtem Bewusstsein für Genderthemen führt oder führen kann.

Ich persönlich habe beispielsweise oft festgestellt, dass in Präsentationsveranstaltungen einfach meine GmbH weggelassen wurde. Es scheint so zu sein, dass das, was man nicht kennt, nicht existiert. Auch bei Investoren und Banken habe ich vielfach erlebt, dass meine Geschäftsmodelle nicht ernst genommen wurden. Meine  Ideen und das sinnvolle Potential wurden nicht gesehen und erkannt. Es existieren ja auch wissenschaftliche Untersuchungen darüber, dass Unternehmerinnen bei der Vergabe von Investitionskapital erheblich benachteiligt werden, und dass, obwohl erwiesen ist, dass sie erfolgreiche Geschäftsmodelle entwickeln.

Mir fiel im  Weiteren  in dem Zusammenhang auch auf, dass kein bundesweit einheitliches Nummernsystem für Handelsregisternummern existiert, was zur Vermeidung von Diskriminierungen unbedingt präventiv eingeführt werden sollte, denn wer prüft später die Algorithmen auf Transparenz und Fairness?

Es könnte dann durchaus sein, dass bestimmte Regionen Deutschlands durch bestimmte Algorithmen für Finanzierungen und Förderungen oder Darstellungen in den Medien bevorzugt werden, oder andere ganz ausgeschlossen werden könnten. Ich möchte Sie gleichfalls für dieses Thema sensibilisieren.

Es sind keine Kleinigkeiten und es ist noch viel zu tun, um eine gerechte inklusive Wirtschaft und Finanzwelt herzustellen. Wir haben das Antidiskriminierungsgesetz geschaffen und ich bin sicher, dass im Grunde alle  mehr Gerechtigkeit einkehren lassen wollen. Dieses muss nun auch auf Geschäftsführerinnen und Gesellschafterinnen angewendet werden. Die sprachliche Wahrnehmung von Frauenunternehmerinnen ist dafür ein wichtiger Schritt.

Ich hoffe ich kann mit diesem offenen Brief einen Impuls dafür setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Eva-Catrin Reinhardt
Vorbildunternehmerin der  Initiative FRAUENunternehmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Geschäftsführende Gesellschafterin der rds energies GmbH

Über die rds energies GmbH

Die rds energies GmbH arbeitet seit 2008 für Projektentwickler, Investoren und EPCs im B2B Solarkraftwerkmarkt. Das Unternehmen hat einen neue Dienstleistung entwickelt, die rds Acquisition Services. Das Berliner Unternehmen bietet Zugänge zu internationalen Projektangeboten und Großinvetsoren für hochvolumige Projekte. rds energies bietet nicht nur Investoren und internationale Projektentwicklungskooperationen, sondern sucht derzeit verstärkt auch im Auftrag Turnkey-Projekte und PV Freiflächenprojekte in Deutschland.

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